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Wirtschaft

Verkauf von Allgäu Fleisch an Tönnies perfekt

pd
am
05.10.2011

Kempten - Seit vergangener Woche ist es spruchreif: Die insolvente Allgäu Fleisch GmbH mit ihrem Kemptener Schlachthof wird von der Tönnies-Gruppe mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück gekauft.

Durch Umstrukturierung und Umfirmierung versucht Clemens Tönnies Kartellstrafen über 120 Millionen Euro zu entgehen. © Mühlhausen/landpixel
Dies teilte der Insolvenzverwalter Jens Hourle mit. Tönnies will vom Allgäu aus den süddeutschen und angrenzenden österreichischen Raum erschließen, der bisher ein weißer Fleck für uns war, so ein Unternehmenssprecher. 
 
Am 1. August wurde das Insolvenzverfahren gegen die Allgäu Fleisch GmbH eröffnet. In den folgenden Wochen danach liefen umfangreiche Sondierungsgespräche und Vorverhandlungen mit mehreren Interessenten aus ganz Deutschland. Diese hätten nun mit der Zustimmung des vorläufigen Gläubigerausschusses zu den Endverhandlungen mit der Tönnies-Gruppe geführt. Einzige Einschränkung: Die Billigung des Bundeskartellamtes zur Übernahme steht noch aus.

Standort Kempten bleibt erhalten

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach dem derzeitigen Stand des Verfahrens liegen gegen die insolvente AllgäuFleisch GmbH angemeldete Forderungen in Höhe von rund 18 Millionen Euro vor, wie Hourle nach einem Treffen mit Gläubigern und Beteiligten in Kempten sagte. Ob und wie viel davon getilgt werden kann, steht laut Hourle noch nicht fest. Sowohl er als auch ein Tönnies-Sprecher geben sich überzeugt, dass die Übernahme den Wirtschaftsstandort Kempten stärken wird.
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