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Lebensmitteleinzelhandel

Verringerte Produktion: DMK bestätigt Lieferengpässe

Milchanlieferung im DMK-Werk Zeven
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
17.10.2016

Das Deutsche Milchkontor hat Lieferengpässe bei Milchprodukten bestätigt. Der Einzelhändler Edeka hatte Großmarkt-Kunden zuvor darüber informiert.

Auf Nachfrage von agrarheute bestätigt das DMK Deutsches Milchkontor Lieferengpässe bei Milchprodukten. "Als Reaktion auf das Überangebot und die daraus resultierende Preisschwäche an den internationalen Milchmärkten reduzieren auch die Bauern der Molkereigenossenschaft DMK seit mehreren Monaten ihre Milchproduktion", heißt es in einem Statement zur aktuellen Warenverfügbarkeit. Entsprechend verringere sich die gelieferte Milchmenge an DMK. Zudem fallen auch die Milchbestandteile Fett und Eiweiß geringer aus, als in der Vergangenheit.

Da es deshalb an Rahm fehlt, komme es voraussichtlich in den nächsten Wochen zu einer verringerten Produktionsmenge von fetthaltigen Produkten, wie Butter oder Käse, so das Unternehmen weiter und weist gleichzeitig daraufhin, dass aktuell, nach Informationen der DMK, alle Milch- und Molkereiproduktehersteller von der angespannten Marktsituation betroffen seien.

Edeka informiert Großkunden

Brief von Edeka an Kunden

Der Einzelhandelskonzern Edeka hatte in einem Schreiben zuletzt seine Großkunden von entsprechenden Engpässen informiert. Edeka informiert aktuell, "dass es im Molkereisortiment, insbesondere bei Fettprodukten und Käse, zu Lieferschwierigkeiten kommen kann". Grund sei, dass der größte Anbieter, das Deutsche Milchkontor (DMK), das benötigte Mengenvolumen aktuell nicht liefern könne.

So steht es in einem Schreiben, dass eine unserer Leserinnen in einem Edeka C+C Großmarkt entdeckt hat und uns via facebook geschickt hat.

In der Kundeninformation ist auch ein Hinweis von der DMK an Edeka abgedruckt. In dieser erklärt die Molkerei, dass die Kürzungen durch die sinkenden Rahmmengen speziell bei Butter in den nächsten Wochen bis zu 25 Prozent der durchschnittlichen normalen Wochenmengen betragen können.

Preise für Molkereiprodukte ziehen in den letzten Wochen an

Am Milchmarkt herrscht derzeit eine paradoxe Situation. Einerseits erholen sich die Preise langsam über die letzten Wochen, da die Landwirte die Produktion zurückgefahren hatten - so stiegen die Butterpreise von Juni bis September im europäischen Großhandel um 46 Prozent. Andererseits greift gerade jetzt das EU-Nichtlieferpaket. Für die erste Runde von Oktober bis Dezember hatten sich knapp 10.000 Milcherzeuger in Deutschland angemeldet. Insgesamt wird die Produktion somit um 286.049 t verringert.

Die verfügbare Milch wird knapper, so dass der Spotmarktpreis im September auf 40 Cent/kg klettern konnte. Die Molkerei Sachsenmilch hatte zuletzt gar angekündigt, einen Zuschlag (Mehrlieferbonus) von 3 Cent/kg zu zahlen. Es wird Zeit, dass die Erlöse auch dort ankommen, wo sie hingehören - bei den Landwirten.

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