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Scherben und Plastik

Verunreinigter Kompost: Müll landet auf dem Acker

Dosen und Müll im Kompost
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Eva Eckinger, agrarheute
am
15.03.2017

Auf dem ganzen Acker verstreut fand ein Landwirt aus Niedersachsen kleinteiligen Müll. Der von ihm verteilte zertifizierte Kompost war offenbar stark verunreinigt gewesen.

Landwirt und Bürger im niedersächsischen Steddorf machten kürzlich eine unschöne Entdeckung. Über einen ganzen Acker verteilt lagen kleinteilige Abfälle verstreut, wie die Allgemeine Zeitung (az) berichtet. Es handelte sich vor allem um Plastikteilchen und Glasscherben.

Mülle in zertifiziertem Kompostmaterial

Auch Batterien, Messer und Injektionsfläschchen seien laut az gefunden worden. Doch woher kommt der Müll?

Wie der Landwirt gegenüber der Zeitung berichtet, habe er vor circa zwei Wochen 700 Kubikmeter zertifizierten Kompost aus einer Anlage aus dem Landkreis Lüneburg abgeholt und auf seinem Feld verteilt. Jedoch habe er nicht erkannt, dass sich im Kompostmaterial Müll befand. 

Kompost sogar für Biolandwirtschaft

Der Regen habe nun die Teilchen freigewaschen, so der Landwirt laut az. Der Kompost sei sogar für die Biolandwirtschaft zugelassen, berichtet er weiter. Ursache der Verunreinigung wäre laut ihm ein Problem in der Siebanlage gewesen. Ein Grünenpolitiker fordert laut az nun, das Material abzusammeln. Es dürfe keines falls umgepflügt werden.

Kompost aus Hausabfällen

Der betreffende Kompost stamme aus Hausabfällen, wie die Allgemeine Zeitung erklärt. Zwar habe habe die Landwirtschaftskammer Uelzen in Feldversuchen gute Erfahrungen damit gemacht, doch existierte stets das Problem der Reinheit, so Kammerleiter Dr. Grocholl gegenüber der az.

Altöl und Batterieflüssigkeit in Kompost

Landwirte sollten hier verstärkt auf Gütesiegel achten. Auch die Kontrolle des Kompostmaterials sei wichtig. Sind darin Müllteilchen zu erkennen? Die Qualität hänge laut Dr. Grocholl stets davon ab, was die Verbraucher in die Komposttonnen werfen. Selbst Verunreinigungen mit Batterieflüssigkeit oder Altöl sind möglich.

Es müsse jeder Landwirte am Ende selbst wissen, ob er dieses Restrisiko eingehen will, zitiert die Allgemeine Zeitung den Kammerleiter.

Mit Material von az-online.de

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