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Rinder beschlagnahmt

Verwildert: Behörden nehmen Halter 140 Rinder weg

dpa/Katharina Krenn/agrarheute
am
24.06.2016

Der Landkreis Leipzig beschlagnahmte anfang der Woche 140 Schottische Hochlandrinder, da diese laut Behörden verwildert waren. Tiere ohne Ohrmarke wurden getötet.

Am Montag wurde eine Herde mit etwa 140 Schottischen Hochlandrindern aus Großbardau bei Grimma beschlagnahmt. Der Halter musste diese abgeben, weil die Herde nach Angaben der Behörden verwildert war.

Wie der Landkreis am Mittwoch in Borna mitteilte, konnte von 23 Rindern die Herkunft nicht geklärt werden. Da diese Tiere entweder keine Ohrmarken oder lediglich solche von bereits geschlachteten Rindern trugen, wurden sie getötet.

Halter weist Vorwürfe zurück

Der Rinderhalter weist die Vorwürfe des „mangelnden Herdenmanagement“ zurück. Die Behörde habe seine Rinder als Stalltiere eingestuft und Auflagen erteilt. "Das sind aber wild lebende Tiere, die man nicht in einen Stall pferchen kann. Deshalb gab es die Probleme mit der Kennzeichnung - das räume ich ja ein. Aber deshalb auch ist es mir verboten worden, mit Narkosegewehr zu arbeiten, um die Ohrmarken anzubringen, das ist die Wahrheit", erklärte der Halter gegenüber der Leipziger Volkszeitung.

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