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Soko Koppel

Viehdiebstähle: IT-Schulungen für Landwirte

am Dienstag, 02.05.2017 - 13:00 (Jetzt kommentieren)

Brandenburgs Bauernverband und das Innenministerium kämpfen erfolgreich gegen Viehdiebstähle. Landwirte sollen unter anderem in IT-Sicherheit geschult werden.

Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) und das Innenministerium gehen gemeinsam gegen Viehdiebstähle vor. Bisher scheint die Kooperation auch Erfolg zu haben. Während bis März noch 310 Rinder gestohlen wurden, sind seit Gründung der Soko "Koppel" Anfang März keine neuen Fälle registriert worden, berichtet das Land Brandenburg.

'Soko Koppel' im Kampf gegen Viehdiebstahl

Nun wurde eine weiterhin enge Zusammenarbeit sowie ein Maßnahmenpaket vereinbart. Anfang März hatte man die „Soko Koppel“ zur zentralen Bearbeitung des bandenmäßig organisierten und grenzüberschreitenden Viehdiebstahls eingerichtet. Bis Mitte März waren im Land 310 Rinder gestohlen worden, was einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht (2016 gesamt: 180 Rinder).

Keine weiteren Angriffe auf Viehbestände in Brandenburg

"In letzter Zeit stellen wir keine weiteren Angriffe auf Viehbestände in Brandenburg mehr fest. Es ist unklar, warum. Es ist möglich, dass dies aktuell mit der großen Öffentlichkeitswirkung des Themas und der Einrichtung der Soko zusammenhängt. Aber es gibt natürlich keine Gewähr dafür, dass dies so bleibt. Gelöst ist das Problem sicher noch nicht", sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter in Potsdam.  

Hohe wirtschaftliche Verluste für Landwirte

LBV-Präsident Henrik Wendorff unterstrich, dass sich der Schaden für die betroffenen Betriebe nicht allein auf den wirtschaftlichen Wert der entwendeten Tiere belaufe. Hinzu kämen auch Produktionsausfälle, ein höherer Wiederbeschaffungswert, mögliche Vertragsstrafen oder auch steigende Versicherungsprämien und Selbstbehalte. Dieser Schaden könne kaum genau beziffert werden.

Viehdiebstahl: Ende Vernetzung aller Akteure auf dem Land

Innenministerium und LBV verständigten sich auf ein Maßnahmenpaket, das vor allem auf eine enge Vernetzung im ländlichen Raum abzielt. Die dünn besiedelten Regionen würden Tätern besonders günstige Gelegenheiten bieten. Deshalb müsse man die Wachsamkeit vor Ort und somit das Entdeckungsrisiko für die Täter erhöhen.

Bei schneller Entdeckung der Diebstähle bestünden gute polizeiliche Möglichkeiten, die Täter zu stellen. So sei es zum Beispiel im Mai 2016 gelungen, eine Sattelzugmaschine voll mit gestohlenen Rindern auf einem Rastplatz sicherzustellen.  

IT-Sicherheit: Schulungen für Landwirte

Die Polizei bot dem LBV spezielle regionale Beratungen zur technischen Prävention sowie Schulungen zur IT-Sicherheit und der Abwehr von Cyber-Angriffen an. Es sei auffällig, dass oftmals besonders hochwertige Tiere oder Zuchtbullen offenbar gezielt gestohlen würden.

Dies lege zumindest den Verdacht nahe, dass Täter sich zuvor Zugriff auf die IT-Systeme der Betriebe verschafft haben könnten und so über die Beute bereits im Vorfeld genauestens im Bilde seien.

Mit Material von Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg (MIK)

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