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Politik national

Viele Bauern kennen ihren Agrarminister nicht

von , am
24.06.2014

Lüdinghausen - Auch wenn Christian Schmidt bereits seit Februar dieses Jahres an der Spitze des Bundeslandwirtschaftsministeriums steht, kennen bislang 61 Prozent der Landwirte hierzulande nicht den Namen des aktuellen Ressortchefs.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zur Ökoverornung:" Wir haben die europäische Regelung für den Öko-Landbau einen guten Schritt nach vorne gebracht." © CSU
Das geht aus einer aktuellen Omnibus-Umfrage des Agrarmarktforschungsinstituts Kleffmann-Group hervor. Wie das Marktforschungsunternehmen vor kurzem mitteilte, nannten 31 Prozent der insgesamt 869 Befragten Schmidt als Landwirtschaftsminister. Von diesen wusste wiederum lediglich ein Drittel, dass er Jura studiert hat. Rund die Hälfte habe den Studiengang nicht gekannt.
 
Besser bekannt seien allerdings politische Maßnahmen Schmidts, berichtete die Kleffmann-Group. So habe Schmidt gefordert, dass "junge Betriebsleiter, die bei der Hofübernahme nicht älter als 40 Jahre sind, fünf Jahre lang eine Zusatzförderung erhalten sollen". Von dieser Förderung für Junglandwirte hätten der Studie zufolge etwa drei Viertel der Befragten bereits gehört. Von den übrigen 26 Prozent sei angegeben worden, diese Maßnahme nicht zu kennen.

Geteiltes Echo

Im Hinblick auf die nationale Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und die Förderung der ersten Hektare - die ersten 30 Hektar eines Betriebes werden mit 50 Euro zusätzlich gefördert, die nächsten 16 Hektar mit 30 Euro - rief der Kleffmann-Group zufolge die Frage nach der Bewertung dieser Förderung ein geteiltes Echo unter den befragten Landwirten hervor. Demnach hielten 33 Prozent von ihnen die Maßnahme für "sehr sinnvoll", während 42 Prozent sie für "gar nicht" oder "weniger sinnvoll" befanden; 22 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten keine klare Meinung.
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