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Wirtschaft

Vion baut einige bayerische Standorte aus

pd
am
22.08.2014

Düsseldorf - Der Fleischkonzern Vion Food investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in seine bayerischen Niederlassungen Landshut, Vilshofen und Waldkraiburg.

Nachdem Vion zuletzt mit Werkschließungen im Zuge seiner Umstrukturierung von sich hören ließ, werden nun auch wieder Investitionspläne bekannt. Wie das niederländische Unternehmen jetzt mitteilte, sollen die bayerischen Standorte in Waldkraiburg, Landshut und Vilshofen ausgebaut werden.
 
"Fast die Hälfte aller Investitionen fließt in den Ausbau des Schlacht- und Zerlegebetriebs in Landshut. Die Kapazität des niederbayerischen Standortes wird nahezu verdoppelt. Nach Abschluss der Baumaßnahmen im nächsten Sommer können in Landshut pro Woche 21.000 anstatt bisher 11.000 Schweine verarbeitet werden", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. 

Standorte Landshut und Vilshofen sind wichtig für den Export

In den ebenfalls auf die Schlachtung und Zerlegung von Schweinen spezialisierten Betrieb in Vilshofen werden weitere Millionen für den Einbau modernster technischer Anlagen zur Optimierung der Produktionsabläufe investiert. Vion gehe davon aus, dass die Gremien des Minderheitsgesellschafters Erzeugergemeinschaft Südostbayern eG den Maßnahmen in Landshut und Vilshofen zustimmen werden.
 
Landshut und Vilshofen seien für Vion in Bayern die zentralen regionalen Betriebe in der Schweinefleischverarbeitung und wichtig für den Exportmarkt. Parallel will Vion in den oberbayerischen Standort Waldkraiburg investieren und  ihn zum größten Rinderschlacht- und Zerlegebetrieb innerhalb des Konzerns ausbauen. Dort soll die Kapazität von 3.000 Rindern auf 4.500 Tiere in der Woche erhöht werden. 

Schattenseiten der Konzentrationsmaßnahmen

Unter Berücksichtigung der Konzentration auf die Schweinestandorte Landshut und Vilshofen und die Erweiterung der Rinderschlacht- und Zerlegebetrieb Waldkraiburg, sollen die Produktionsstandorte in Straubing und Pfarrkirchen in der Zeit geschlossen werden. Ebenfalls geschlossen werde der Schlachthof Leutkirch, dessen Kapazitäten dann auf Buchloe und Crailsheim übergehen. Viele Arbeitsplätze von den Werksschließungen betroffen sind, teilte das Unternehmen nicht mit. Im Mai hatte das Unternehmen die Schließung des Südfleisch-Standorts Weiden bekannt gegeben.
 
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