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Ernährung und Gesundheit

Vitamin D: ein bisschen Sonne tut gut

pd
am
10.03.2011

Für kurze Zeit auch ungeschützt in die Sonne zu gehen ist gesund. Der Aufenthalt im Freien bringt nicht nur gute Laune, sondern regt auch die Vitamin-D-Bildung an.

Vitamin D kann der Körper unter Einfluss von Sonnenlicht selbst herstellen. Deshalb trägt die Substanz auch den Namen "Sonnenvitamin". Vitamin D ist wichtig für den Knochenstoffwechsel, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Es wird gebraucht, um den "Knochenbaustein" Calcium aus dem Darm in die Blutbahn zu transportieren und um ihn anschließend in Knochen und Zähne einzubauen. Wie neuere Studien zeigen, bietet das Vitamin wahrscheinlich durch eine Schutzwirkung vor verschiedenen chronischen Krankheiten.
Klar ist: Vitamin D ist eigentlich gar kein richtiges Vitamin. Denn "echte" Vitamine kann der Körper nicht selbst herstellen, sondern sie müssen mit dem Essen und Trinken aufgenommen werden. Somit ist Vitamin D streng genommen ein Hormon. 

Sonne erspart den Lebertran

Die Fähigkeit des Körpers selbst Vitamin D herzustellen, erspart uns den täglichen Löffel Lebertran, so die Ernährungsfachfrauen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Denn in Fischleber ist von Natur überaus reichlich Vitamin D enthalten.
Eine weitere Möglichkeit Vitamin D mit dem Essen aufzunehmen ist, häufig und reichlich fetten Fisch zu essen: Mit zweimal wöchentlich einer Portion (150 Gramm) Dorsch, Lachs, Makrele, Sardinen, Hering oder Aal nimmt man ausreichend Vitamin D auf. Gute Vitamin D-Lieferanten sind des weiteren Pilze wie Champignons, Steinpilze oder Pfifferlinge. Deutlich geringere Mengen an Vitamin D kommen in Fleisch, Ei, Milch und Milchprodukten vor.
Vor ausgiebigem Sonnenbaden wird gewarnt, denn Sonne erhöht das Risiko an Hautkrebs zu erkranken - und wenn es denn doch sein muss, dann nur mit einem hochfaktorellem Sonnenschutzmittel. So lauteten die Warnungen der letzten Jahre. Diese Botschaft gilt jedoch nur zum Teil: ein täglicher Aufenthalt von 5 bis 15 Minuten im Freien mit unbedeckten Armen und Gesicht ist in Sachen Vitamin-D-Versorgung empfehlenswert.

Vitamin D: Wichtig für die Gesundheit

Reicht die Sonneneinstrahlung auf die Haut nicht aus, wie etwa im Winter in den nördlichen Breiten Europas, steht möglicherweise nicht genügend Vitamin D zur Verfügung. Etwa 40 Prozent der Frauen zwischen 18 und 79 Jahren liegen in der kalten Jahreszeit im Mangelbereich, so eine Studie des Robert-Koch-Institutes.
Bei Kleinkindern und Säuglingen ist eine gute Versorgung mit Vitamin D besonders wichtig, sonst können die Knochen weich werden und sich verformen. Um dieser Mangelerkrankung Rachitis vorzubeugen, erhalten Säuglinge Vitamin D in Form von Tabletten oder Tropfen. Ob auch für ältere Menschen eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D sinnvoll ist, sollte mit dem Arzt besprochen werden.
Neuere Studien weisen darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Versorgung und dem Auftreten zahlreicher chronischer Krankheiten besteht. So kann möglicherweise eine mangelhafte Versorgung mit Vitamin D das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Rheuma, Diabetes und einige Krebsarten erhöhen. Und das Sonnenvitamin kann anscheinend noch mehr. So soll es das Immunsystem stärken, indem es Killerzellen aktiviert.
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