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Dorf und Familie

Volksbegehren/Brandenburg: 15.000 Unterschriften gegen 'Massentierhaltung'

© volksbegehren-massentierhaltung.de
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Eva Eckinger , agrarheute
am
14.09.2015

Unter dem Schlagwort "Tierleid verbieten" sammelt ein Volksbegehren Unterschriften gegen "Massentierhaltung". Darunter ist auch die eines Ministers.

aktionsbündnis agrarwende berlin-brandenburg
Das Aktionsbündnis Agrarwende steht hinter dem Volksbegehren gehen Massentierhaltung. © agrarwen.de
Das Begehren gegen "Massentierhaltung" hat bislang einen erfolgreichen Verlauf verzeichnet. Bereits 15.000 Brandenburger haben unterschrieben. Bis Ende Januar bleibt den Initiatoren Zeit, um ihr Ziel von 80.000 Unterstützern zu erreichen.
 
Sollte es dazu kommen, muss sich der Landtag mit den Forderungen der Initiative auseinandersetzen. Kampagnenleiter Jens-Martin Rode zeigt sich gegenüber der maz-online "zufrieden mit der Resonanz."

Ziel: 'Massentierhaltung' verhindern

Nach dem Erfolg der Volksinitiative "Stoppt Massentierhaltung!" möchten die Initiatoren nun nachlegen, wie sie auf ihrer Homepage verkünden. Ziel sei es, ihre "Forderung nach mehr Tierwohl und Umweltschutz durchzusetzen und Massentierhaltung zu verhindern".
 
Mehr als 40 Initiativen sind an dem Begehren beteiligt. Auch Verbraucherschutzminister Helmuth Markov (Linke) unterstützt die Aktion.

Vier konkrete Forderungen: Keine 'Mega-Mastanlagen'

In den nächsten Wochen wird das Begehren landesweit von etwa 300 Freiwilligen durch Aktionen beworben, kündigt Rode an. Als konkrete Forderungen nennt die Initiative auf ihrer Homepage vier Punkte:
  1. Es dürfen ausschließlich art- und tiergerechte Haltungsverfahren gefördert werden. Dabei muss die Tierhaltung an die zur Verfügung stehende Fläche gebunden sein. Tierhaltungsanlagen ab einer bestimmten Größe dürfen gar nicht mehr gefördert werden.
  2. Verbot des Kupierensvon Schwänzen bei Schweinen sowie Schnäbeln bei Hühnern.
  3. Benennung eines Tierschutzbeauftragten im Land Brandenburg. Es braucht einen von der Regierung unabhängigen Tierschutzbeauftragten, um auf Missstände in der Tierhaltung schnell, kompetent und wirksam reagieren zu können.
  4. Einführung eines Mitwirkungs- und Klagerechtes für anerkannte Tierschutzverbände.

Was genau die Initiatoren unter "art- und tiergerechten Haltungsverfahren" verstehen, erklären sie im Volksbegehren nicht.

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