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Bayern

Vollmond-Wilderer: Hausdurchsuchungen bei Verdächtigen

Gewehr im Anschlag
Eva Eckinger/jagderleben/Merkur
am
11.03.2016

Laut bayerischer Polizei soll es im Münchner Umland schwere Fälle von Wilderei gegeben haben. Nun kam es in zwei Landkreisen zu Hausdurchsuchungen bei Verdächtigen.

Wie der "Merkur" berichtet, treiben im Landkreis Fürstenfeldbruck seit Monaten Wilderer ihr Unwesen - bevorzugt in Vollmondnächten. Seit Sommer letzten Jahres erlegten die Täter mit ihren Großkaliber-Waffen Rehe, Wildschweine oder Fasane und transportierten diese dann unbemerkt ab. Nun aber scheinen erste Verdächtige ins Visier der Polizei geraten zu sein. Es kam zu Hausdurchsuchungen im Landkreis Dachau und Fürstenfeldbruck.

Wildbret bei Verdächtigen gefunden

Im Fokus der Ermittler stünden zwei junge Deutsche, meldet der Merkur. Motiv der Wilderer sei laut Polizei vermutlich pures Gewinnstreben. Immerhin könne man die Tiere an private oder gewerbliche Abnehmer verkaufen.

Bei den Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten eine Tiefkühltruhe, gefüllt mit Wildbret. Zwar entdeckten sie laut Fachmagazin jagderleben bei den Verdächtigen keine Schusswaffen, jedoch einen Präzisionsbogen und einige Trophäen.

Laptop liefert möglicherweise Wilderei-Informationen

Mitte Januar hatte sich die Polizei mit einem Suchaufruf an die Öffentlichkeit gewandt. Wie sie nun auf die Spur der beiden Männer gekommen sind, wollte man nicht preisgeben. Weitere Erkenntnisse erhoffe man sich laut Merkur nun unter anderem von einem Laptop - möglicherweise finden sich Unterlagen über den Verkauf von Wildfleisch. Die Ermittlungen dauern an.

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