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Dorf und Familie

Vorsicht vor 'Asphalt-Haien'

Externer Autor
am
09.09.2010

Mainz - Sie klingeln oder sprechen potenzielle Auftraggeber vor dem Haus an: Reisende Bautrupps, die anbieten, mit einem "Überschuss" aus einem anderen Auftrag Grundstücksflächen billig zu asphaltieren.

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) warnt davor, sich auf solche Angebote einzulassen. Schon in der Vergangenheit habe es mehrere Beschwerden über solche Arbeitstrupps gegeben.

Jetzt scheinen einige "Teer-Kolonnen" im Raum Neuss wieder ihre mehr schlechte als rechte Arbeit anzubieten. Das Ergebnis dieser Arbeit bringt im Vergleich mit anderen Anbietern nicht die erhoffte preisgünstigere Leistung, erklärt der RLV. Häufig werde der vermeintlich günstige Betrag sofort bar abkassiert; die Quittung enthalte keine Anschrift der Ausführenden, sondern lediglich eine Handynummer.

Keine Chance auf Reklamationen

Falls während der Gewährleistungsfrist Reklamationen auftreten, habe man praktisch keine Chance, seine Ansprüche geltend zu machen, warnt der RLV. Denn selten falle die Arbeit zur Zufriedenheit aus. Auch das bei Haustürgeschäften eingeräumte Widerrufsrecht könne ohne ladungsfähige Anschrift nicht ausgeübt werden. Der Verband rät deshalb nachdrücklich davor ab, scheinbar günstige Handwerker spontan zwischen Tür und Angel "im Vorbeigehen" zu beauftragen. Für Arbeiten an Haus und Grundstück sollten Festpreisangebote von mehreren Firmen eingeholt und verglichen werden. (pd)

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