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Tödliches Grün

Vorsicht Eibennadeln: 13 Schafe vergiftet

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Eva Eckinger, agrarheute
am
04.07.2016

Tiere werden immer wieder Opfer der Unachtsamkeit von Gartenbesitzern. Denn gerade bei Grüngut ist Vorsicht geboten. Vor allem Eiben sind hochgiftig und führen häufig zu Todesfällen.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, warnt davor, Grüngut an Wiesen oder Weiden abzulegen. So können zum Beispiel Gartenabfälle der Eibe gefährlich für Mensch und Tier sein.

Alle Teile dieser Pflanze sind giftig, es kommt immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich verendeten 13 Schafe an Eibenresten.

Keine Eibenabfälle auf Weiden oder Agrarflächen

Eibennadeln können von Laien mit den Nadeln anderer Nadelbäume verwechselt werden. Der Verband empfiehlt dringend, Grüngut mit Eibenmaterial nicht in der Nähe von Wiesen und Weiden zu lagern und schon gar nicht, dieses Material auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zu deponieren - auch nicht kurzzeitig!

100-200 Gramm tödlich für ein Pferd

Immer wieder werden Pferde, Rinder, Schafe oder Ziegen vor allem mit Pflanzenteilen der Eibe vergiftet und häufig sogar getötet. Aktuell verendeten, wie bereits erwähnt, 13 Schafe in Gudensberg-Dorla in Hessen an einer Eibenvergiftung.

Bereits 100 bis 200 g Eibennadeln können ein Pferd umbringen. Auch Rinder und Schafe werden immer wieder Opfer der Unachtsamkeit von Gartenbesitzern.

Tödlich für alle Wirbeltiere

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau weist darauf hin, dass die Eibe für nahezu alle Wirbeltiere tödlich ist. Fressen Weidetiere Grünschnitt dieser Pflanze, treten Vergiftungserscheinungen bis hin zum Herz- und Kreislaufkollaps in Verbindung mit Atemlähmung auf, sodass die Tiere schließlich sterben.

Achtung: Diese Pflanzen sind für Weidetiere giftig

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