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Dorf und Familie

Wahlnachlese, Glyphosat und soziale Kosten des Maisanbaus

Externer Autor ,
am
20.09.2013

Was bringt die Wahl in Bayern für die Bundestagswahl? Ist Glyphosat schädlicher als gedacht? Und was für "soziale" Kosten bringt der Maisanbau?

Wahl in Bayern - was erwartet uns?
 
Am Wahlsonntag  fragt altilla: "Heute nun, eine Woche vor der Bundestagswahl die "Testwahl" in Bayern: - wird es Ministerpräsident Drehhofer zur Alleinherrschaft der CSU schaffen?  - Braucht er einen Koalitionspartner: wer wird sich mit ihm ins Bett legen?  - Kommt die FDP überhaupt noch in den Landtag? - Wird Politrentner Ude vielleicht sogar mit dem närrischen Dreigestirn SPD, Grüne und Freie Wähler Ministerpräsident? Fragen die sehr interessant sind und als letztes:  Welchen Einfluss wird der Ausgang der Wahl für die Bundestagswahl haben?  Ich denke: ein schlechtes Abschneiden der FDP und der Grünen würde deren Wähler im Bund massiv mobilisieren, und eine Alleinregierung Drehhofers die SPD. Egal wie die Wahl ausgeht, sie hat starken Einfluss auf die Wählermobilisierung für die Bundestagswahl." Nach den ersten Hochrechnungen gibt Freisinger sein Statement: "Nur zum Teil ist es prima gelaufen. Grüne abgebremst positiv,   FDP weg positiv,  SPD lt. Ude Abwärtstrend gebremst und das "beste" Ergebnis seit 2 Wahlperioden eingefahren naja, CSU leider absolute Mehrheit. Freie Wähler hätte ich mir als Seehoferbremse in einer Koalition gewünscht. Hat nicht sollen sein. Hätte aber schlimmer kommen können." Das kommentiert DWEWT: "Jetzt gibt's freie Fahrt für alle Seehofer-Spontan-Ideen und Wendemanöver." Und altilla schreibt: "Bayern ist wieder ein schwarzes Loch und jetzt kann ja Seehofer alle rausschmeissen, die keine Hofberichterstattung machen wollen, wie z. B. Monitor. Ich liebe es, einfach köstlich: Wolfgang Krebs, Kabarettist: Von wegen Filzvorwürfe: Filz ist immerhin materialverwandt mit dem Loden, und insofern Teil der bayerischen Lebensart."
Alle Beiträge hier:      https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/55530/page/1/

Ebenfalls über die Bayernwahl wurde im folgenden Thema diskutiert:

Soziale Kosten des Maisanbaus

luxnigra hat folgende These: "Wenn 1 ha Mais angebaut wird, fehlt dieser ha der Lebensmittelproduktion, z.B. Weizen. Dieser wird dann teurer. Um diesen Preisanstieg auszugleichen, für die sozial Schwächeren, müssen Steuergelder der Allgemeinheit aufgewendet werden. Umweltrelevante Kosten: Mais ist keine Pflanze die von hier ist. Wo 1 ha Mais stehen, gedeiht sonst nichts. Wiederum werden mit Steuergeldern Umweltschutzzonen, Randstreifen etc. finanziert. Die Maisbeize, mittlerweile hauptsächlich Neonicotinoide, haben eine sehr lange Verweildauer im Boden. Und akkumulieren sich, wenn keine Fruchtfolge eingehalten wird. Wir finden diese Neonicotinoide im Grund-und Trinkwasser. Entweder wird dieses mittels Steuergeldern der Allgemeinheit gereinigt, oder die Menschen erkranken langfristig wahrscheinlich. Was wiederum die Allgemeinheit über das Gesundheitsfinanzierungssystem belastet. " globe kontert: "Dafür wird halt mit Silomais, Fleisch, Milch und eben Strom produziert. Und warum immer Mais mit Weizen ersetzen, kommt doch sonst zur Verweizung und zu nen eintönigen LandschaftsbildAber wenn du danach gehst was alls schädlich ist, darft glaub gar nix mehr essen." Auch Kone endgegnet: "Kartoffeln und Tomaten sind auch keine Pflanzen, die von hier sind. Angebaut werden sie trotzdem! Wir bauen hier seit 50 Jahren Mais an und beizen nur mit Mesurol. (kein Neonicontionoid und auch nicht im Grundwasser nachweisbar!) " Und Rottalboy schreibt: "Wer Landwirtschaft betreibt weis, dass man Fruchtfolge betreiben muss, um den Boden langfristig fruchtbar zu halten. Dafür sind Mais, Raps und Leguminosen hervorragend geeignet. Mais bringt hohe Erträge, ist im Vergleich zu Getreide(Weizen und Gerste) recht extensiv bei der Bewirtschaftung und senkt in der Fruchtfolge den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Kartoffeln und Gemüse sind auf vielen Standorten nicht möglich als Alternative. Auch lässt sich Körnermais direkt für die menschliche Ernährung einsetzen. Wenn du im Biobereich nachschaust, wirst du feststellen, dass eine vielfältige Fruchtfolge in Verbindung mit Tierhaltung das nachhaltigste Konzept überhaupt ist. Also nehmt uns nicht eine nach der anderen Alternativen in der Fruchtfolge weg. "
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Glyphosat Studie

Einen Beitrag von Agrarheute.com: "Forscher konnten bei Kühen das Herbizid Glyphosat nachweisen und vermuten eine deutlich schädigende Wirkung. Das Herbizid rufe laut Studie Nährstoffmangel und Organschädigungen hervor." wurde ebenfall hitzig diskutiert. Luzionline schreibt: "Irgend jemand lügt, entweder die Hersteller von Glyphosat mit der angeblichen Unbedenklichkeit und schnellen Abbau im Boden und Pflanze oder die Versuchansteller , vielleicht haben Sie auch etwas unters Futter gemischt . Ein Stoff für einen Skandal ist die Sache sowiso" Mim antwortet: "...ich würd gern mal das Original lesen und die Referenz/Grenzwerte auf die da untersucht worden ist. Das wir enorme Steigerungen beim Glyphosat in den letzten Jahren hatten - hat doch schon die DLG berichtet:" Auf den Einwand von Rottalboy: "Wobei es ja um Dänische Betriebe ging. Wie war da der Verbrauch? Oder ist die Problematik importiert, über zb. Soja?" antwortet sie: "Kann schon sein. Die Dänen habe ja auch ggf. ein "Greening" Problem (lasse mich da gerne korrigieren...), d.h. mangelnde Abreife des Getreides (und wie bekommt das dann in die Ernte...?) weil die Reduktion AB mit vieeeel Zink/Oxid in der Schweinefütterung ausgleichen" Neurocker ist da skeptisch: ""Die Forscher vermuten" Seriöse Forschung zeichnet sich DADURCH aus, dass konkrete peer reviewte Ergebnisse veröffentlicht werden und keine Vermutungen. In die Öffentlichkeit posaunte Hypothesen dienen nur zur Selbstprofilierung oder sind dem Auftgaggeber der Studie geschuldet. Noch vor einem Jahr hat die Frau Dr. Krüger einen sächsischen Landwirt präsentiert, in dessen Urin und Stallluft sich Glyphosatwerte fanden, die auf normalen Weg nicht erreichbar waren. Der verschwand in der Versenkung und wird nirgends mehr erwähnt..An der Uni Leipzig fanden Forschungen durch Frau Krüger statt, bei denen auch im Vorraus solche Vermutungen geäußert wudren, deren Endergebnosse aber NIE veröffentlicht wurden."
 
 

Selbständige Betriebshelfer

Betti1123 möchte wissen: "ich überlege Betriebshelferin zu werden. Da ich keinen Hof habe, muss ich mich selbständig machen. Ich denke an Hauswirtschaft und melken. Was habt ihr für Erfahrungen (vor allem in Bayern)? An was muss ich alles denken? Kann man es gut mit einem Schulkind auf die Reihe bekommen? Wie sieht das steuerlich aus und welche Kosten außer Haftpflicht, Fahrtkosten und Arbeitskleidung kommen auf mich zu? Verdient man genügend um ein Kind zu ernähren?"guterjahrgang antwortet: "Ob Du genügend verdienst hängt von der Auftragslage ab. Die musst Du in Deiner Region / Gegend selbst abschätzen. Allerdings---- Kleinkind und Betriebshelferin beim Melken etc. Das könnte manchesmal zu zeitlichen Engpässen führen." Und Schweinefranz meint: "Wenn dein Kleiner in die Schule geht müssen die Kinder auf dem Hof auf dem du arbeitest auch in die Schule und nach der Schule wollen die Kinder auch versorgt werden wie willst du allen gerecht werden ? Oder kannst deinen Sohn ganztags in der Schule unterbringen damit du ganztags arbeiten kannst ? dann sind da noch die seeeehr langen Ferien(gehören eigentlich auf 30 Tage gekürzt und an den Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers angepasst)" darauf Betti1123: "Das sind auch meine Gedanken. Der Maschinenring sagt aber wenn die Frauen krank geschrieben werden, bezahlt die Kasse 20 bis 30 Wochenstunden. Denke das wird wohl früh und abends melken, kochen und Rest Kinder betreuen sein. Das was die Bauersfrau am ganzen Tag schafft ist eh nicht in der Zeit zu schaffen."

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Grüne und ihre Freunde
https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/55577/page/1/

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