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TV-Tipp

Die Wahrheit über die Landwirtschaft: Geldgier, Investoren, Getreide

Annette Frier als Almbäuerin an einem gedeckten Tisch
am Sonntag, 30.10.2022 - 05:00 (4 Kommentare)

Eine ZDF-Doku will am Dienstagabend die Wahrheit über die moderne Landwirtschaft herausfinden. Es gehe um Geldgier, Investoren und Getreide.

Am Dienstag, den 01.11.2022, zeigt das ZDF um 20.15 eine Reportage, die unter dem provokativen Titel "Die Wahrheit über unsere Landwirtschaft – Von Geldgier, Investoren und Getreide“ läuft.

Die ZDFzeit-Dokumentation gehe der Frage nach, wie die Realität der modernen Landwirtschaft aussieht. Denn - wie Bilder suggerieren, sei die Welt auf einem Almbauernhof noch in Ordnung: „Die Kühe grasen auf der Wiese. Aus der Milch wird vor Ort der gute Almkäse gemacht. Alles regional, alles biologisch. Und alles sehr weit von der Realität der modernen Landwirtschaft entfernt.“ Ist das wirklich so?

Besuch bei Landwirten in Deutschland und der Ukraine

Ein Journalist begibt sich auf Spurensuche. So begegnet er zum Beispiel einem Bauern, in dessen Nachbarschaft die Stiftung eines Lebensmitteldiscounters gerade große Flächen gekauft hat. Er trifft außerdem einen Investor, der mit dem Kauf und Verkauf landwirtschaftlicher Betriebe eine ordentliche Rendite gemacht hat.  

Er besucht die Landwirte Tim und Torben, deren Plan es eigentlich war, in Deutschland einen eigenen Hof zu betreiben. Doch mangels verfügbarem Land gingen die beiden ins Ausland – ausgerechnet in die Ukraine. Jetzt stehen sie vor großen Problemen: Wegen des Krieges gelingt es ihnen kaum, ihr Getreide zu verkaufen. Dabei würde der Weizen zum Beispiel auch in Libanon dringend benötigt. Die Menschen dort hungern, auch die Mittelschicht. Der Reporter möchte sich im Rahmen der Doku selbst ein Bild von der Lage machen.

Zusammenhänge und Probleme der modernen Landwirtschaft

Aber die Auswirkungen von sich weltweit veränderten Lebensmittelketten seien längst auch in Deutschland spürbar. Gutes Essen werde wegen gestiegener Preise für viele Menschen zum Luxus, so das ZDF. Eine alleinerziehende Mutter erzählt im Interview vor einem Discounter in Hamburg, sie esse nur noch an einem von zwei Tagen warm und verzichte, damit ihr Sohn essen könne.

Schauspielerin Annette Frier schlüpft für den Film in die Rolle einer Almbäuerin. Sie wolle mit Beispielen „Wissenswertes über die Zusammenhänge und Probleme in der modernen Landwirtschaft“ vermitteln. Der Zuschauer darf auf das Ergebnis gespannt sein…

In der ZDFmediathek ist der Film schon ab Dienstag um 9.00 Uhr zu sehen.

Mit Material von ZDF

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