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Trockenheit 2022

Waldbrände in ganz Deutschland: Hier wüteten die Feuer

Waldbrand
am Montag, 25.07.2022 - 15:30 (Jetzt kommentieren)

Ein Ende der Waldbrandsaison ist noch nicht in Sicht. In diesen Regionen wüteten die meisten Feuer.

Die nächsten Tage gibt es in Sachen Waldbrandgefahr zwar keine Entwarnung. Aber immerhin sinkt der Waldbrandgefahrenindex von vielerorts 5 auf 4 oder sogar darunter. Aber auch wenn es örtlich durch ein wenig Regen eine Entspannung gegeben hat - es gilt immer noch höchste Vorsicht. Immer noch brennen Felder, Wegränder und Wälder. Auch wenn die Lage in Deutschland nicht so schlimm ist, wie in Südeuropas, zeichnet sich auch bei uns ab, dass wir bessere Prävention und Löschmittel wie etwa Hubschrauber brauchen. Wir haben die wichtigsten Feuer der letzten Zeit zusammengefasst.

Vor allem Brandenburg betroffen

EInes ist jetzt schon sicher: 2022 ist ein Waldbrandjahr. Laut Schätzungen des EU-Waldbrandinformationssystems EFFIS gab es bislang 19 Brände und 3143 Hektar verbrannte Fläche. Im letzten Jahr waren es lediglich drei Brände und 121 Hektar. Übertroffen wird die Fläche demnach nur von 2018, als bei 33 Bränden 3622 Hektar zerstört wurden. Aber 2022 ist noch nicht vorbei.

Besonders stark betroffen ist Brandenburg: In Treuenbrietzen und Beelitz gingen im Juni 400 Hektar Wald ging Flammen auf. Ebenso brannten Teile der Gohrischheide, die sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen liegt. Mehr als 800 Hektar waren betroffen. 0,25 Hektar oder 2500 Quadratmeter brannten letzte Woche im Nationalpark Sächsische Schweiz.

Viele Feuer in Ostdeutschland

Auch in anderen Teilen Ostdeutschalnds hat es gebrannt. Nnach Angaben des Landeszentrums Wald Sachsen-Anhalt gab es von Januar bis Ende Juni 2022 80 Waldbrände mit insgesamt knapp 18 Hektar. Auch hier sind immer wieder Felder betroffen: Letzte Woche kam es beispielsweise in Anhalt-Bitterfeld in Zörbig zu Feuern auf zwei Weizenfeldern. Zwei Mal 15 Hektar Getreide wurden vernichtet. Der Schaden soll hier bei insgesamt 80.000 Euro liegen.

Letzte Woche kam es auch zu Feuern in Mecklenburg-Vorpommern in Wald nahe Neustadt-Glewe bei Wabel. Mehrere Parzellen sind dort sind in Brand geraten. Die beschädigte Fläche beträgt 6.000 Quadratmeter. 5.000 Quadratmeter brannten Ende Juni südlich von Schwerin.

Auch im Westen brannte es

Der Westen der Republik fängt auch immer wieder Feuer. In Bayern brannte erst vor Kurzem im Kreis Neustadt Aisch Bad Windsheim eine Fläche von 1.000 Quadratmetern. Bekannt wurde auch ein Waldbrand in der Nähe des Schlosses Neuschwanstein. Er war allerdings nur 100 Quadratmeter groß. Letzte Woche kam es auch zu zwei großen Bränden in Bayern; 5.000 Quadratmeter waren betroffen.

Ebenfalls 5.000 Quadratmeter brannten in Niedersachsen am 17. Juli in einem Waldgebiet in Schapen. Etwa 25 Hektar Wald haben letzte Woche zwischen Mannhausen und Piplockenburg im Landkreis Börde Feuer gefangen. Auch Nordrhein-Westfalen verschont das Feuer nicht. Allein letzte Woche kam es bei Iserlohn zu einem Waldbrand - 13 Hektar verkohlter Wald. Im Sauerland brach ein Feuer letzten Dienstag aus - 11,5 Hekar verbrannten.

Waldbrand-Früherkennung im ganzen Land unterschiedlich

Seit 2017 hat das Thema Waldbrand mehr und mehr Brisanz bekommen. Durch lange Dürre schnellten die Zahlen der Waldbrände in die Höhe. Die Länder sind unterschiedlich von der Gefahr betroffen. Das spiegelt sich auch im Umgang mit der Früherkennung von Waldbränden.

So setzen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf ein automatisches Waldbrand-Früherkennungssystem (AWFS). Sensoren überwachen dabei einen Radius zwischen 15 und 20 Kilometer. Hessen, das Saarland und Thüringen haben beispielsweise keine spezielle Früherkennung von Feuern. In Nordrhein-Westfalen gibt es Wachtürme, Bayern und Schleswig-Holstein setzen auf Aufklärungsflüge.

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