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Trockenheit und Folgen

Waldbrand in Deutschland: In diesen Bundesländern brannte es bereits

Ein Feuerwehrmann steht vor einem brennenden Waldstück
am Dienstag, 18.08.2020 - 14:34 (Jetzt kommentieren)

Waldbauern haben stark mit Schäden durch Sturm und Borkenkäfer zu kämpfen. Durch die Trockenheit kommt in vielen Regionen die Waldbrandgefahr erschwerend hinzu. Hier finden Sie einen Überblick kritischer Regionen.

In den letzten Wochen herrschte im Großteil der Bundesländer akute Waldbrandgefahr. Der Niederschlag hat die Situation in weiten Teilen Deutschlands vorerst entschärft. Jedoch sind in den meisten Bundesländern während dieser Sommertrockenheit bereits Waldbrände ausgebrochen, die teils verheerend sind. agrarheute hat für Sie die Ereignisse zusammengefasst.
 

Baden-Württemberg

Karte des DWD zur aktuellen Waldbrandgefahr

August 2020: Auch in Baden-Württemberg herrschte im August zwischenzeitlich eine hohe Waldbrandgefahr. Bisher wurden hier die Wälder noch weitgehend verschont. Für effektives Handeln im Ernstfall gab es jedoch landesweit Feuerwehrübungen. Unter anderem in Donaueschingen, wo mit einem Hubschrauber trainiert wurde.

29. April 2020: In den trockenen Wochen sind bereits einzelne Brände ausgebrochen. Aktuell wurde durch den Regen die Waldbrandwarnstufe im Großteil des Bundeslandes auf 1 von 5 gesenkt.
 

Bayern

10. August 2020: Mitten im Wald bei Großostheim im Landkreis Aschaffenburg ist an einem Holzpolter ein Brand ausgebrochen. Er breitete sich anschließend auf die anliegenden Bäume aus. Mit Tanklöschfahrzeugen haben die Feuerwehrleute laufend Wasser zum Brandherd transportiert. Nach dem Löschen wurde das Areal mit einer Drohne überflogen, die per Wärembildkamera verbleibende Glutnester aufgespürt hat. Ob es sich um Brandstiftung handelt ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

08. August 2020: Großeinsatz im Landkreis Neustadt an der Waldnaab: Der Leitstelle Nordoberpfalz wurde eigentlich ein Scheunenbrand in Schlammersdorf gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde klar, dass es sich nicht um ein landwirtschaftliches Gebäude handelt, sondern um ein Getreidefeld mit benachbartem Wald, auf den das Feuer übergegangen ist. Die rund 300 Feuerwehrleute konnten den Brand in nur einer Stunde erfolgreich löschen. Bei 30 Grad Außentemperatur und schwerer Schutzkleidung eine starke Leistung!

30. Juli 2020: Im Landkreis Ansbach haben mehrere Landwirte mit ihren Güllefässern einen Feldbrand gelöscht. Durch ihr rasches Handeln könnte die Ausweitung auf den angrenzenden Wald und weitere Felder verhindert werden. 4 ha des Feldes sind abgebrannt. Die Bauern haben die Wasserversorgung der 70 Feuerwehrleute sichergestellt.

21. April 2020: Zwischen Lohr und Partenstein im Landkreis Main-Spessart ist ein Waldbrand ausgebrochen. Die betroffene Fläche befindet sich auf einem unwegsamen Steilhang, der die Löscharbeiten stark beeinträchtigt. Insgesamt waren 177 Einsatzkräfte beteiligt. Hierbei hat die Feuerwehr mit der Bergwacht und dem Bayerische Roten Kreuz (BRK) zusammengearbeitet. Auch durch die Hilfe von zwei Löschhubschraubern konnte der Brand erfolgreich bekämpft werden.
 

Brandenburg

16. August 2020: Durch sofortiges Handeln konnte die Feuerwehr Seddin einen Waldbrand verhindern. Denn drei Busse waren am Wald geparkt und sind abgebrannt. Die Flammen waren kurz davor, dass sie sich auf das Waldstück ausbreiten. Glücklicherweise konnten die 35 Einsatzkräfte das verhindern und die Busse löschen.

08. August 2020: In Jüterborg brannten 200 Quadratmeter Wald. Durch den raschen Einsatz der Feuerwehr konnte er bereits in diesem Stadium gelöscht werden und Schlimmeres verhindert werden. Personen wurden nicht verletzt.

16. April 2020: Auf 500 m² ist in Großbeuthen bei Trebbin ein Waldbrand entstanden. Mit sechs Löschfahrzeugen wurde der Brand innerhalb einer Stunde bekämpft.

29. April 2020: Durch den Niederschlag wurde die Waldbrandwarnstufe aktuell von 5 auf 2 gesenkt. Allerdings gilt im Süden noch Warnstufe 3 und somit ein mittleres Brandrisiko.
 

Hessen

09. August 2020: In Mörfelden-Walldorf nahe dem Frankfurter Flughafen entstand in einem Wald ein Großbrand, der über mehrere Tage andauerte. Der Schaden wird auf über eine halbe Millionen Euro geschätzt. Denn insgesamt sind 19 ha abgebrannt, die nun wieder aufgeforstet werden müssen. Gepflanzt werden nur Laubbäume, um die künftige Brandgefahr zu senken.

12. April 2020: Bei Hatzfeld in Nordhessen gab es einen Waldbrand auf einer Fläche von 2.500 m². Der Steilhang des Waldes war bei den Löscharbeiten herausfordernd. Jedoch konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres verhindert werden.

22. April 2020: Zwischen Hanau und Mühlheim ist auf 400 m² ein Waldstück in Brand geraten. Mit Hilfe eines Löschhubschraubers konnte das Feuer bekämpft werden.

22. April 2020: Bei Wiesbaden gerieten in der Nähe der Jagdschloss Platte 150 m² in Brand. Das Feuer wurde erfolgreich gelöscht – die genaue Ursache ist unbekannt.
 

Mecklenburg-Vorpommern

05. August 2020: Starken Brandgeruch konnte die Feuerwehr beim Einsatz im Wald bei Torgelow wahrnehmen. Allerdings erschwerte sich die genaue Lokalisierung des Feuers. Denn es handelte sich um einen Waldbodenbrand. Nach einer großflächigen Erkundung konnte der Brand auf etwa 200 Quadratmetern festgestellt werden. Das Feuer hatte sich bereits 30 cm tief in den Boden gearbeitet. Dies hat die Löscharbeiten aufwendig gemacht, weil der Boden umgegraben werden musste. Dadurch könnten die Einsatzkräfte den Brand schließlich erfolgreich bekämpfen.

21. April 2020: Im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist nahe Goldberg ein Waldbrand ausgebrochen, der sich auf eine Fläche von 4 ha ausgebreitet hat. Durch die vereinten Kräfte von zwölf Feuerwehren konnte der Brand schließlich gelöscht werden. Insgesamt waren 120 Personen am Einsatz beteiligt.
Aus Sorge um ein Wiederaufflammen haben Forstarbeiter über Nacht mit einem 6 m³ Wasserwagen Brandwache gehalten. Die Feuerwehr hat hierfür ihre Schläuche liegen gelassen und blieb vorsorglich in Rufbereitschaft. Zum Glück war kein erneutes Ausrücken erforderlich.
 

Niedersachsen

12. August 2020: Durch den Funkenschlag eines vorbeifahrenden Lastkraftwagens wurde ein Wald an der Autobahn A7 in Brand gesetzt. Zunächst brannnte lediglich die Böschung. Allerdings hat sich durch den starken Wind das Feuer schnell auf insgesamt 28 ha ausgebreitet. Der Verkehr kam über mehrere Stunden vollständig zum Erliegen. Anliegende Bewohner wurde evakuiert. In der Spitze waren 500 Einsatzkräfte beteiligt und Landwirte haben mit Güllefässern Wasser gebracht. Durch die vereinten Kräfte wurde der Großbrand erfolgreich gelöscht!

25. April 2020: In der Gemeinde Börger, die im Emsland liegt, hat die Feuerwehr einen Waldbrand gelöscht. Durch die schnelle Reaktion hat das Feuer glücklicherweise bloß eine Fläche von 300 m² erfasst.
In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Naturpark und sehr große weitere Waldflächen. Dank der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung erfolgreich verhindert werden. Die genaue Ursache ist noch unbekannt – Ermittlungen laufen.
 

Nordrhein-Westfalen

09. August 2020: 200 Quadratmeter Unterholz brannten in der Stadt Dortmund. Die Fläche war durch starken Steilhang schwer zugänglich und aufwendig mit Wasser zu versorgen. Daher war die Löschung nur mit Seilsicherung und einer mehrere hundert Meter langen Schlauchleitung möglich.

06. August 2020: Großeinsatz bei Dormagen zum Löschen von 6 ha Wald und Wiesen: Im Naturschutzgebiet Zonser Heide ist Feuer ausgebrochen, das sich rasch verbreitet hat. Glücklicherweise konnte durch die Feuerwehr der Brand gelöscht werden. Laut Polizei wurde niemand verletzt.

April 2020: Nordrhein-Westfalen ist stark von Waldbränden betroffen. Vor allem die Stadt Gummersbach sowie die Landkreise Viersen, Olpe und Düren.
 

Rheinland-Pfalz

12. August 2020: In einem Wald zwischen Biebern und Nannhausen im Hunsrück-Gebirge hat etwa 1 ha Feuer gefangen. 120 Feuerwehrleute waren am Löschen beteiligt. Der Brand befand sich auf unwegsamem Gelände, sodass ein Hubschrauber eingesetzt werden musste. Später sind noch zwei Großtanks mit 8 m³ und 9 m³ hinzugekommen.

23. April 2020: Mehrere kleine Waldbrände sind bei Trier ausgebrochen. Betroffen waren Eigelscheid, Kruchten und Trier-Olewig. Die Brände konnten alle erfolgreich bekämpft werden.

24. April 2020: Bei Breitscheid im Kreis Neuwied ist ein Großbrand von 7 ha Fläche ausgebrochen. Der starke Wind hat den Brand auf diese große Fläche ausgedehnt. Etwa 200 freiwillige Einsatzkräfte unterschiedlicher Feuerwehren könnten den Brand bekämpfen. Beteiligt waren zudem mehrere Landwirte mit wassergefüllten Güllefässern und Löschhubschrauber.
 

Saarland

August 2020: Auch im Saarland herrschte Anfang August eine erhöhte Waldbrandgefahr.

26. April 2020: Zu einem kleinen Waldbrand von 30 m² kam es in Landsweiler. Durch die zeitnahe Entdeckung und die sofortigen Löscharbeiten konnte eine Ausbreitung verhindert werden.

24. April 2020: In Nohfelden brannten 1,5 ha Wald. Ein Rettungshubschrauber des ADAC sichtete den Rauch. Daraufhin sind etwa 70 Feuerwehrleute ausgerückt und konnten das Feuer erfolgreich löschen. Hierfür mussten teilweise Bäume gefällt werden und der Boden aufgegraben werden, sodass alle Glutnester beseitigt werden konnten.
 

Sachsen

Ein Hinweisschild zur Waldbrandgefahrenstufe

09. August 2020: Torfreicher Boden sorgte in Nordsachsen zu einem lang andauernden Waldrand auf 30 ha. Bei dem gewaltigen Feuer waren Hubschrauber im Einsatz, die aufgrund dichten Bewuchses und Bodenbrand teilweise nicht effektiv arbeiten konnten. Außerdem waren die Brände auf mehrere Stellen verteilt, sodass besonders schwere Bedingungen für die Kameraden herrschten.

April 2020: Auch in Sachsen herrschte im April eine besonders hohe Waldbrandgefahr. Speziell in Nordsachsen – dort galt die höchste Waldbrandwarnstufe von 5.
Der aktuelle Niederschlag der Nacht des 29. April 2020 hat die Situation vorerst entschärft. Nun herrscht Warnstufe 2 und damit eine geringes Risiko. Im Osten des Bundeslands liegt sie noch bei 3. Hier herrscht daher noch ein mittleres Risiko.

22. April 2020: Auf etwa 1.500 m² hat sich in Bad Düben ein Feuer ausgebreitet, das von einer bisher unbekannten Person gelegt wurde. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Dank den engagierten Feuerwehrleuten konnte der Brand gelöscht werden.
 

Sachsen-Anhalt

August 2020: In Sachsen-Anhalt herrschte im August ebenfalls eine erhöhte Waldbrandgefahr. Einzelne Brände sind ausgebrochen.

28. April 2020: Besonders im Harz sind weite Waldflächen durch Dürre und Borkenkäfer abgestorben. In Kombination mit dem minimalen Niederschlag des Aprils herrscht hier nun akute Waldbrandgefahr.
Laut dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Kai-Uwe Lohse sind die Voraussetzungen gegeben, dass die Situation außer Kontrolle gerät, falls ein Feuer entsteht.

28. April 2020: Die höchste Waldbrandstufe gilt aktuelle außerdem für die Kreise Wittenberg, Jerichower Land, Anhalt, Stendal, Börde und Salzwedel.

29. April 2020: Durch den aktuellen Niederschlag wurde die Gefahr vorerst entschärft.
 

Schleswig-Holstein

August 2020: Schleswig-Holstein wurde im August trotz erhöhter Waldbrandgefahr weitestgehend vom Feuer verschont.

22. April 2020: Auch in Schleswig-Holstein gibt es eine erhöhte Waldbrandgefahr. Im Vergleich zu den östlichen Bundesländern ist die Situation aber weniger dramatisch. Bisher gab es nur einzelne Waldbrände. Jedoch fanden größere Einsätze in den entflammten Mooren bei Wees und Jevenstadt statt. Dort waren jeweils rund 100 Einsatzkräfte am Löschen beteiligt. Das Wasser wurde in Güllefässern zu den Brandstellen gefahren. Somit konnte das Feuer erfolgreich bekämpft werden.

29. April 2020: Im Süden des Landes ist die Gefahr aktuell sehr gering. Auch im Norden hat der Regen das Risiko stark gesenkt.
 

Thüringen

09. August 2020: In Limbach im Kreis Sonneberg könnten Anwohner einen kleinen Brand bereits im Keim ersticken. Die Fläche von 50 Quadratmetern haben sie mit Eimern gelöscht und somit ein weiteres Ausbreiten auf Bäume und das Feld verhindert. Beim Eintreffen der Feuerwehr gab es somit zum Glück nur noch wenig zu tun.

25. Juli 2020: Stundenlang kämpfte die Feuerwehr in einem Wald bei Bad Berka gegen einen Brand. Durch dürre Nadelbäume und trockenes Gras hat sich das Feuer rasch ausgedehnt. Unter anderem mit Hilfe eines Löschhubschraubers konnten die Einsatzkräfte das Übergreifen auf weitere Wälder verhindern und den Brand löschen!

29. April 2020: Aufgrund des Regens ist die Gefahr vorerst gebannt. Die Waldbrandwarnstufe wurde auf 2 gesenkt. Somit herrscht aktuell ein geringes Risiko.

25. April 2020: In Thüringen herrscht aktuell die Waldbrandwarnstufe 3 von 5. Eine mittlere Bedrohung ist somit gegeben.
 

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