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Strafen 2019

Das waren die kuriosesten Bußgelder 2019

Reifen im Feld
am Donnerstag, 02.01.2020 - 05:00 (1 Kommentar)

Auch im Jahr 2019 kam es wieder zu zahlreichen Verstößen. Von mangelhaften Traktoren bis hin zu illegal entsorgten Autoreifen war alles dabei.

Rund um die Landwirtschaft wurden auch im Jahr 2019 wieder einige Bußgelder verhängt. Von illegal entsorgten Reifen über Verstöße gegen den Artenschutz bis hin zu Landmaschinen mit zahlreichen Mängeln.

Wir haben die kuriosesten Meldungen für unsere Leser zusammengefasst.

Bußgelder von bis zu 1.000 Euro

Im Juli hat ein Landwirt in seinem Feld zwischen den Ortschaften Berenbusch und Cammer bei Bückeburg in Niedersachsen diverse Autoreifen entdeckt. Die entsorgten Reifen von unterschiedlichen Herstellern wurden sehr wahrscheinlich mit einem größeren Fahrzeug dorthin befördert und in die Landschaft geworfen.

Die Beamten haben über 145 Reifen gezählt, für fünf weggeworfene Reifen wurden schon Bußgelder von bis zu 1.000 Euro als Strafe festgelegt, meinte der Sprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer.

Zahlreiche Mängel an Ackerschlepper

Reifen

Im Oktober erwartete einen Traktorfahrer aus Straelen in Nordrhein-Westfalen eine satte Geldstrafe. An seinem Schlepper wurden gleich mehrere Mängel festgestellt.

Wie die Kreispolizeibehörde Kleve berichtet, war der Mann mit seinem Traktor nebst Anhänger angehalten worden, weil er auf seinem Gespann vorschriftswidrig Bauschutt geladen hatte, der zudem nicht ausreichend gesichert war.

Zudem war der Anhänger nicht für den Straßenverkehr zugelassen und der Termin zu fälligen Hauptuntersuchung war überschritten. Zuletzt stellten die Beamten fest, dass das Gefährt einen rundum blankgefahrenen Reifen hatte.

Kontrolle von Anlieferfahrzeugen vor einer Zuckerfabrik

Anfang Dezember stellten Polizisten bei der Kontrolle von Anlieferfahrzeugen vor einer Zuckerfabrik bei Jülich in Nordrhein-Westfalen unter anderem Mängel an einem Traktor fest. Als der Landwirt mit seinem Traktor samt Anhänger in die Kontrollstelle einfuhr, fielen beim Bremsen nämlich bereits einige Rüben vom Hänger und kullerten den Beamten vor die Füße.

Während der Kontrolle wurde dann festgestellt, dass

  • ein Teildefekt der Bremsanlage des Anhängers vorlag,
  • der Anhänger mit einem 25 km/h Schild ohne Folgekennzeichen geführt wurde und
  • ein Anhängerreifen so weit abgenutzt war, dass gar kein Profil erkennbar war.

Die Äußerung des Landwirtes zu dem mangelhaften Zustand seines Anhängers war lediglich: "Wer soll dat denn bezahlen, die Rübe kost 2,50 Euro."

Nicht nur mangelnde Ladungssicherung

Aufgrund der geringen Geschwindigkeit von 25km/h wurde dem Landwirt gestattet, nach dem Abladen mit dem leeren Anhänger zurück zu seinem Hof zu fahren. Als er die Rübenfabrik verließ, fuhr er vor einem Zivilfahrzeug des Zoll.

Hier wurde festgestellt, dass sich der Landwirt nicht an die 25km/h hielt, sondern munter mit 40km/h nach Hause fuhr, so dass hier im Nachhinein noch ein Verstoß nach dem Pflichtversicherungsgesetz zu seiner Verstoßliste hinzukommt.

Bis zu 50.000 Euro Bußgeld für Landwirt

Ebenfalls Anfang Dezember wurde ein Landwirt aus Rohrbach bei Pfaffenhofen in Bayern auf frischer Tat ertappt. Wie die Augsburger Allgemeine (AA) berichtet, soll sich der Mann mit Abgasen gegen Maulwürfe zur Wehr gesetzt haben. Laut der Beamten habe er den Auspuff seines Traktors durch einen Schlauch mit einem mit einem Maulwurfshügel verbunden. Zudem habe er die Einleitstelle der Gase mit einem Holzbrett abgedichtet. Der Schlauch steckte einen halben Meter tief in der Maulwurfsbehausung.

Nun kommt auf den Landwirt vermutlich eine hohe Strafe zu, denn Maulwürfe stehen unter Artenschutz. Dem Mann droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Mit Material von Polizei

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