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Politik EU

Wege aus der Absatzkrise: EU-Mittel jetzt beantragen

von , am
03.08.2011

Brüssel/Berlin - Der Markt für frisches Gemüse steckt wegen der E-coli-Epidemie in der Krise. Deswegen vergibt die EU Mittel zur Absatzförderung. Die Antragsfrist läuft bis 16. August.

Die Reform der GAP wird sich erst ab der Förderperiode 2015 auswirken. © Mühlhausen/landpixel
Zur Stützung des europäischen Marktes für frisches Obst und Gemüse vergibt die EU in diesem Jahr früher als geplant Mittel zur Absatzförderung. Denn die Epidemie durch das Bakterium Escherichia coli hat das Verbrauchervertrauen in Obst und Gemüse erschüttert und somit zu einem wesentlichen Rückgang des Verbrauchs geführt.

Verbrauchervertrauen wieder herstellen

Um das Vertrauen der Verbraucher in frisches Obst und Gemüse, das in der Europäischen Union produziert wird, möglichst schnell wieder herzustellen, stellt die EU umgehend Mittel zur Kofinanzierung von entsprechenden Programmen im Binnenmarkt und in Drittländern zur Verfügung.
 
In Deutschland können Branchen- und Dachverbände des Obst- und Gemüsesektors noch bis 16. August Anträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) abgeben. Bis Mitte November diesen Jahres will die Kommission über die Annahme der beantragten Programme entscheiden.

EU beteiligt sich mit 50 Prozent an Ausgaben

Mit bis zu 50 Prozent beteiligt sich die EU an den Ausgaben. Bei Absatzförderungsmaßnahmen für Obst und Gemüse, die sich an Kinder in öffentlichen Schulen richten, beträgt die finanzielle EU-Beteiligung höchstens 60 Prozent. Den Restbetrag muss der jeweilige Verband tragen. Bevorzugt werden Kampagnen mit mehrjähriger Laufzeit. Die Mindestlaufzeit für diese Maßnahmen beträgt ein Jahr; maximal können drei Jahre gefördert werden. 
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