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Wettbewerbsbehörde

Wegen Monsanto-Übernahme: Bayer gibt Herbizid Liberty ab

Bayer-Kreuz und Monsanto-Logo
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
09.05.2017

Im Zuge der geplanten Übernahme von Monsanto muss die Bayer AG künftig auf seine Saatgut-Marke LibertyLink und das Herbizid Liberty verzichten. Das forderte eine Wettbewerbsbehörde.

Die Übernahmegespräche von Monsanto durch die Bayer AG sind bereits fortgeschritten. Nun fordert die südafrikanische Wettbewerbsbehörde "Competition Commission South Africa" von Bayer, sich weltweit von der Saatgut-Marke LibertyLink und dem dazugehörigen Herbizid Liberty zu trennen. Die Produktfamilie gilt als Alternative zu "Roundup Ready" von Monsanto.

Laut dem Portal börse-online war der Verkauf von "LibertyLink" von Branchenexperten erwartet worden. Laut börse-online hatten Bayer und Monsanto Insidern zufolge bereits im März drei Pakete von Firmenteilen im Wert von bis zu 2,5 Milliarden Dollar geschnürt, die sie für die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden verkaufen könnten. Dazu gehörte auch "LibertyLink".

Bayer hat Auflagen zugestimmt

"Bayer hat diesen Auflagen zugestimmt und prüft, wie die geforderten Veräußerungen bestmöglich umgesetzt werden können", heißt es in einer Mitteilung der Bayer AG zu der Forderung der Wettbewerbsbehörde. "Wie bereits kommuniziert, hat sich Bayer auf solche von Wettbewerbsbehörden geforderte Veräußerungen vorbereitet. Bayer wird weiterhin mit den Wettbewerbsbehörden weltweit zusammenarbeiten, um die Genehmigung für die geplante Transaktion bis Ende 2017 zu erhalten."

Die Genehmigung der geplanten Übernahme in Südafrika unter Auflagen sieht Bayer als wichtigen Schritt im Übernahmeprozess.

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