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Polizei

Wegen Protestaktion: Polizei durchsucht Büroräume von Greenpeace

Bei einer umstrittenen Protestaktion in Berlin verteilte Greenpeace Farbe an der Siegessäule.
am Mittwoch, 07.11.2018 - 12:57 (Jetzt kommentieren)

Im Zusammenhang mit der Aktion von Greenpeace, bei der im Juni Farbe an der Siegessäule in Berlin verteilt wurde, durchsucht die Polizei zahlreiche Büroräume und Wohnungen.

Im Zuge der umstrittenen Prostestaktion von Greenpeace, bei der am 26. Juni auf der Fahrbahn rund um die Siegessäule in Berlin rund 3.500 Liter Farbe verteilt wurde, durchsucht die Polizei nun zahlreiche Wohnungen und Büroräume - es geht um den Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. In Berlin, Hamburg und weiteren Bundesländern seien insgesamt 29 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt worden, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft heute mit.

Die "Sonne" verursacht Unfälle

Durch die Verteilung der Farbe auf der Fahrbahn rund um die Siegessäule, die von oben wie eine Sonne als „strahlendes Symbol für die Energiewende“ aussah, kam es laut Polizei auf der rutschigen Straße zu zwei Unfällen mit großen Sachschäden. Dabei stürzten Motorradfahrer und eine Radfahrerin. Mehrere Verkehrsteilnehmer erstatteten Anzeige.

Suche nach den Verantwortlichen

Beschlagnahmte Computer, Telefone und Festplatten sollen nun Aufschluss darüber geben, welche Organisatoren und Helfer von Greenpeace diese Aktion planten und durchführten. Bislang seien 19 Verdächtige bekannt, weitere noch nicht identifiziert. In welchen weiteren Bundesländern durchsucht wurde, war zunächst nicht bekannt.

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hatte rund 14.000 Euro für die Reinigung der Straßen von Greenpeace verlangt.

Mit Material von dpa

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