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Recht

Weihnachtsbaum selbst schlagen: So geht es ohne Bußgeld

Ein schönes archaisches Event vor dem Fest: Den Weihnachtsbaum auswählen und mit der Axt selbst schlagen.
am Dienstag, 06.12.2022 - 13:18 (Jetzt kommentieren)

Den Christbaum nicht abholfertig zu kaufen, sondern selbst zu schlagen, ist ein schöner Brauch in der Weihnachtszeit. Das ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. agrarheute hat einen Förster gefragt, wo es geht.

Weihnachtsbäume, die erst kurz vor Heiligabend gefällt werden, bleiben länger frisch, leuchten satt grün und riechen wunderbar nach Wald. Ein weiterer Vorteil: ein frisch geschlagener Baum nadelt weniger. Am einfachsten kommen Sie an einen solchen Baum, wenn Sie ihn selbst schlagen. Das ist zwar anstrengend und erfordert ein wenig Organisation, aber es ist eine großartige Möglichkeit, sich auf Weihnachten einzustellen.

Weihnachtsbaum selbst schlagen – macht Spaß und ist günstig!

Familien können aus dem „Weihnachtsbaum schlagen“ eine jährlich wiederkehrende Tradition machen. Der Brauch, den Weihnachtsbaum selbst zu fällen, kommt auch bei Kindern sehr gut an.

Auch finanziell kann es sich lohnen, den Baum selbst zu schlagen. Es ist oft günstiger, einen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen, als einen vom Händler zu kaufen. Wie viel der selbst gefällte Baum kostet, hängt von der Größe, der Form und der Art des Baumes ab.

Bis zu 100.000 Euro Bußgeld für illegal geschlagen Weihnachtsbäume

Es ist allerdings nicht erlaubt, in den nächstbesten Wald zu ziehen und einen Baum zu fällen. Um keine Bußgeldstrafe zu riskieren, sollten Sie sich vorher genau informieren, wo es erlaubt ist.

„Alles, was im Wald lebt, darf man nicht entnehmen. Das ist Diebstahl, kein Kavaliersdelikt, und kann geahndet werden.“ Einen Weihnachtsbaum selbst zu fällen, das gehe gar nicht. „Da müsste man vorher den Waldbesitzer fragen“, sagt Max Kammermeier, Förster bei den Bayerischen Staatsforsten. Wie hoch die Strafe ausfällt, könne man nicht vorher sagen, das hänge von der Größe und der Art des Baumes ab. Advocard.de gibt an, dass eine Anzeige wegen eines abgesägten Weihnachtsbaums je nach Bundesland bis zu 100.000 Euro kosten könne.

Der Bußgeldkatalog listet die Strafen je Bundesland auf. In Bayern kostet das Schlagen eines Baumes zwischen 50 und 5.000 Euro Strafe. In Niedersachsen zwischen 100 und 12.500 Euro und in Mecklenburg-Vorpommern können für das Schlagen mehrerer Bäume zwischen 75 Euro und sogar bis zu 100.000 Euro Bußgeld erhoben werden.

Wann es erlaubt ist, den Weihnachtsbaum selbst zu schlagen

Sollte dennoch der Wunsch bestehen, den Weihnachtsbaum selbst zu schlagen, sollte man sich vorher unbedingt die Zustimmung vom Eigentümer und von der im Land zuständigen Naturschutzbehörde einholen. Einfacher geht es bei einer Reihe von privaten Betrieben, die anbieten, Bäume selbst zu schlagen.

Zudem verkaufen viele private Forstbetriebe Christbäume. In der Weihnachtszeit veranstalten auch staatliche Forstanstalten Aktionen, bei denen man günstig Weihnachtsbäume kaufen kann. Die Termine werden meist online bekannt gegeben. Hier finden Sie eine Übersichtskarte, wo das „Weihnachtsbaum schlagen“ in Ihrer Region erlaubt ist.

Mit Material von Bußgeldkatalog, AD, proplanta, Bayerische Staatsforsten

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