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Wirtschaft

Weißrussland exportiert wieder mehr Kalidünger

AgE
am
19.03.2014

Minsk - Der Export von weißrussischen Kalidüngern hat sich zumindest mengenmäßig wieder erholt. Das erklärte Alexander Lukaschenko zur Situation in der Kalibranche.

Wie Staatspräsident Alexander Lukaschenko bei einer Beratung zur Entwicklung der heimischen Kaliwirtschaft berichtete, zeichnet sich für den laufenden Monat ein weiterer Zuwachs von Produktion und Absatz ab.
 
Bereits im vierten Quartal 2013 habe die Ausfuhrmenge um 13 Prozent und in den ersten zwei Monaten dieses Jahres um 25 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum zugenommen, teilte Lukaschenko mit, ohne absolute Zahlen zu nennen.

Offen für Verhandlungen

Der Staatspräsident wies auch darauf hin, dass eine weitere Aufbereitungsfabrik im Bau sei und die Erschießung eines neuen Kalisalzvorkommens bevorstehe. Mit Blick nach Moskau stellte der Staatspräsident fest, Minsk sei offen für Verhandlungen, um die Zusammenarbeit mit dem russischen Kalidüngerhersteller Uralkali wieder aufzunehmen. Aber auch die neue gemeinsame Exportgesellschaft müsste in Minsk angesiedelt werden. Lukaschenko wies dabei Pressemeldungen, wonach ein solches Unternehmen mit Sitz in Moskau im Gespräch sei, als "frei erfunden" zurück. Den Ausstieg von Uralkali aus der gemeinsamen Exportgesellschaft im Juli 2013 bezeichnete er als "unanständigen Schritt", der dem weißrussischen Partner Belaruskali, aber auch dem russischen Unternehmen selbst geschadet und einen Zusammenbruch des globalen Kalidüngermarkts ausgelöst habe.

Exportpreis ist etwas höher

Wie die Nachrichtenagentur Belta unter Berufung auf Angaben des Steuerministeriums berichtete, lag der durchschnittliche Exportpreis für weißrussische Kalidünger im Februar mit 231 Dollar je Tonne (167 Euro) um sieben Prozent höher als im Vormonat.
 
Anfang Januar hatte Ministerpräsident Michail Mjasnikowitsch mitgeteilt, dass 2013 mit dem Kaliexport schätzungsweise rund 2,15 Milliarden Dollar (1,55 Milliarden Euro) erlöst worden seien, verglichen mit 2,7 Milliarden Dollar (1,95 Milliarden Euro) im Rekordjahr 2012.
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