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Dorf und Familie

Welche Gebissbreite, defekte Traktoren und wo kommt "neue" Fläche her?

Externer Autor ,
am
28.09.2012

Welche Maisgebissbreite ist am rentabelsten? Wie verhalten wenn der neue Traktor nur kaputt ist? Und wie wird in Übersee die Anbaufläche erweitert?

12 Reihen Maishäcksler oder 6 Reihen

Jareika möchte folgendes wissen: "mich Interessieren die Erfahrungen die Ihr eventuell gemacht habt, insbesondere die Ökonomischen. Die 12 Reihenmaishäcksler fahren ja langsamer, ich könnte mir deswegen auch gut Vorstellen, dass dadurch der Verschleiß viel geringer ist und dadurch nicht so viele Ausfallzeiten zustande kommen und auch die Lebensdauer länger ist. Was viel Zeit spart ist, dass man im Vorgewende mit 2 Abfahrern an den Seiten fahren kann, dass ist auch zu bedenken. Spart man wirklich Diesel mit dem 12 Reihenhäcksler?" Matthias ist der Meinung: "Ein Zwölfreiher macht nur an einem entsprechend motorisierten Häcksler Sinn. Der macht wiederum nur Sinn wenn die Abfuhrlogistik und vor allem die Leistung der Fahrzeuge stimmt. Ich würde behaupten für die meisten Betriebe macht ein Zwölfreiher keinen Sinn. Ein paar Großbetriebe und große Biogasanlagen ausgenommen..." Das sieht auch LG so: "Für dich als Kunde wird der Preis je ha recht ähnlich sein. Der Viehhalter mit überschaubaren Silogrößen und eigener Walz- und /oder Transportlogistik stößt bei 8 Reihen schon oft an die Grenzen. Letzte Woche hatten wir den ersten Einsatz eines 10 reihigen Häcksleres mit etwa 800 PS. 3-4 ha je Stunde sind schon krasse Mengen die dann bewegt werden. Da brauch man Silobreiten deutlich über 10 m oder 2 nebenliegende Kammern um zügig abzuladen und unterbrechungsfrei walzen zu können. Mein Fazit: bis 100 GV meist übers Ziel hinausgeschoßen. Die Silagequalitäten werden dadurch sicherlich nicht besser" Und Notill schreibt: "bei uns haben scheinbar die 6-Reiher eine kleine Renesance. Kann sein das es eben doch eine bessere Siloqualität gibt, und manche eben auch nicht die überschweren Fahrzeuge im Acker haben wollen."

Wo kommen die Flächen her?

cheesmaker spricht ein interessantes Thema an: "Ich hab mir gerade den neuesten Artikel von Herrn Dr. Olaf Zinke über die Anbauexpansion in den USA durchgelesen. Dass auch in Übersee die Landwirte auf die gestiegenen Preise reagieren leuchtet mir ein. Was ich mich jedoch frage, ist, wo nehmen die die Flächen für die Anbauausdehnung her? Ich würd ja auch gern mehr Weizen, mehr Mais und mehr Raps anbauen, aber gleichzeitig geht das halt nicht. Um den Anbau einer Frucht auszuweiten muss unsereins den Anbau anderer Früchte einschränken. Im Artikel ist jedoch ausschließlich von Anbauausweitungen die Rede. Bei welchen Früchten wird denn der Anbau eingeschränkt, oder nehmen die US-Farmer Flächen unter den Pflug die bisher brach lagen?" LG meint: "Die Amis können dort einiges an Reserven anzapfen. Zum einen werden wohl Maisflächen nach der verherrenden Dürre eher mit Weizen eingesät, da der Anbau nicht so kostenintensiv ist. Zweitens sind die Rinderbestände durch die hohen Futterpreise stark reduziert, daurch werden Weidflächen frei. Drittens lohnt es sich bei hohen Preisen auch unrentable Flächen zu beackern, beispielsweise die unzähligen Ecken bei den Kreisberegnungen. Die typische "Centerpivot Anlage" beregnet etwa 200 ha einer "section" also die Fläche von einer Quadratmeile= 256 ha, macht etwa 25% Flächenreserve. Weitere Möglichkeit sind natürlich Bracheflächen, die bislang unrentabel waren." Auch frankhenne sieht es so: "Hohe Preise lässt auch dort was Wachsen wo sonst nichts wächst es werden mehr Dünger und bessere Bodenbearbeitung eingesetzt auch werden brach Flächen kultiviert, ich wohne an der Grenze zu CZ Tschechien dort liegt noch viel Fläche brach auch werden die anderen Fläche sehr extensiv bearbeitet. Also es gibt noch viel Potential um die Erträge zu steigern, und damit werden wir wieder niedrigere Preis sehen." Darauf cheesemaker: "Ok, ich sehe schon, die Agrarstruktur ist mit unserer einfach in keinster Weise vergleichbar. Wenn der Preis passt, werden also auch Flächen bewirtschaftet, die sonst uninteressant wären. Daher die Flächenausweitung bei allen Feldfrüchten bei ingesamt hohem Preisniveau. Ich nehme an, in Deutschland werden solche Flächen unabhängig vom Marktpreis bewirtschaftet, weil bei uns die Fläche der begrenzende Faktor ist. In den USA scheint das eher das Wasser zu sein (siehe Kreisberegnung). Das mit den Weideflächen leutet mir jedoch noch nicht ganz ein. Werden die umgerissen nur weil derzeit die Preise für Ackerfrüchte hoch sind? Werden die bei fallenden Preisen dann wieder als Weideland eingesät?"

Nicht zu reparierender Schlepper

Kleinbauer hat  ein Problem mit einem vor zwei Jahren gekauften Schlepper: "Von Anfang an hatte das Fahrzeug (Premiummarke) veschiedenste Probleme. Diese wurden sowohl während der Garantiezeit als auch im Jahr danach von der Werkstatt repariert, da aufgrund der häufigen Mängel eine Verlängerung der Garantie erreicht werden konnte. Nun ist diese Zeit vorbei und der Schlepper hat weiterhin ständig diverse Fehler. Die Werkstatt hat schon alle in Verdacht stehenden Teile getauscht (z. T. mehrfach) und hat keine Lösung für die Probleme, da es verschiedene Fehler sind und diese auch z. T. nur sporadisch auftreten. Auch der Werkskundendienst konnte bis jetzt nicht den oder die Gründe für die Störungen ermitteln. Bis jetzt wurden alle Reparaturkosten übernommen, auch weil die aktuellen Störungen schon während der Zeit der Garantieverlängerung begannen. Ich bin mittlererweile der Meinung - ebenso der Werkstattmeister - das der Schlepper nicht zu reparieren ist. Nun wurde mir ein Angebot auf Eintausch gegen ein neues Fahrzeug gemacht. Leider gíbt es dieses Modell, das allgemein als sehr zuverlässig gilt, nicht mehr und das Nachfolgemodell ist extrem viel teurer geworden. Was kann ich tun? Der Schlepper hat jetzt zwischen 2000 und 2500 BStd drauf und hat bis jetzt rund 30 Garantiefälle hinter sich. Den kaputten Schlepper kann ich bei anderen Händlern nur mit extremen Preisverlusten eintauschen und das Weiterfahren raubt mir den letzten Nerv. Kann ich eine Rücknahme zu vertretbaren Konditionen fordern? Kann ich auf Wandlung bestehen, ohne den horrenden Mehrpreis für das neue Modell selbst tragen zu können. Kann ich den Schlepper an jemand anderes verkaufen oder eintauschen und die Mängel müssen ersetzt werden, weil die Garantieverlängerung war auf meinen Namen begrenzt? Ergänzend will ich dazu sagen, dass der Schlepper scheckheftgepflegt ist und kein einziger Mangel von mir verschuldet wurde. Das Werktstattteam ist gerade bei diesen Fahrzeugtypen sehr kompetent und keine kleine Bauernschmiede." Die Empfehlungen der User sind sehr einheitlich: " Biobauer zB: "- Anwalt nehmen  - alle Vorfälle detailliert mit Belegen schildern, vor allen mit den zeitlichen Verlusten - Wandeln dürfte problemlos gehn, bloss aufpassen, die versuchen dir auf jeden Fall was abzuziehen für die gefahrenen Std, daher eben Gegenrechnung  - vielleicht versuchen ein gebrauchtes gleiches Modell zu bekommen, soll sich der Händler drum kümmern" Comprima_ZV150 antwortet: "der Händler hat innerhalb der Gewährleistung/ Garantie soweit mir bekannt ist 2 Reparationsversuche. Und das Problem dabei ist, dass er 2 Versuche pro Mangel hat. In deinem Fall also 60 Versuche wenn es immer ein anderer Fehler war. Folgeschäden nach Ablauf der Garantie sind immer nur sehr schwer nachzuweisen." Und Belarus550 meint: "In so einem Fall ist man oft als Kunde zu kulant. Frist setzen, Schlepper vor die Tür stellen und Anwalt einschalten. Oder in einer anderen Reihenfolge. Nach der langen Nutzungszeit und mit den Betriebsstunden ist die Lösung schwierig. Da will keiner den Verlust tragen." 

Kreuzung Fleckviehkühe mit Charolaisbullen

Cowboy74 schreibt: " Ich habe mir die letzten 2 Jahre jeweils 7 weibliche Fleckviehkälber (teilweise auch Herdbuchkälber) auf den Auktionen in Miesbach und Traunstein gegönnt. Spiele jetzt mit dem Gedanken, diese Kälber nach und nach von meinem leichtkalbigen reinrassigen Charolaisbullen decken zu lassen. Gibt es hier jemanden der hiermit schon praktische Erfahrungen gemacht hat? Ansonsten ist meine Herde Charolais und Charolais eingekreuzt dominiert. Der Bulle wird regelmäßig durch einen "Neuen" reinrassigen ersetzt, um der Inzucht zu entgehen." HolzOli72 antwortet: "as sind dann Uckermärker das gabs schon bei uns zu DDR-Zeiten noch mehr zunahmen sollen sie haben die einen sehen aus wie FV die andern wie CH , in Brandenburg gibt es da sehr viele!" Auf die Frage: "Mit welchen Alter belegt man die Damen am besten? Mir schweben z.Zt ca 27 Monate vor, ich weiß zwar das es etwas spät ist, nur möchte ich Sie nicht zu früh decken lassen." antwortet Paula: "Wenn sie zu alt sind steigt das Risiko einer Schwergeburt wieder. Einerseits weil der Geburtsweg verfettet , andererseits weil das Becken zu sehr verhärtet." und Desperado ergänzt: "Ja eben! Ich bin überhaupt kein Freund davon, die Rinder erst mit 20 Monaten das erste Mal zu besamen, wie das früher so üblich war. Ich deck meine Rinder mit 15-16 Monaten. Damit bin ich bislang recht gut gefahren. Früher haben wir schon die eine oder andere leistungsschwache Fleckviehkuh mit einem Charolais-Bullen gedeckt, aber Rinder würde ich jetzt nicht unbedingt mit einem Charolais besamen."

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