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Australien

Weltgrößter Agrarbetrieb darf nicht an China verkauft werden

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Eva Eckinger, agrarheute
am
24.11.2015

Australien stoppt in letzter Sekunde den Verkauf eines elf Millionen Hektar großen Agrarbetriebs an ausländische Bieter. Die Regierung sieht die "nationale Sicherheit" gefährdet. Grund hierfür ist unter anderem ein angrenzendes Raketen-Testgelände.

Seit April diesen Jahres steht der weltgrößte private Viehbetrieb zum Verkauf und Interessenten aus aller Welt gaben ihre Gebote ab. Ein chinesischer Käufer hatte dabei die Nase vorn. Es sollte der größte Landkauf aller Zeiten werden. Doch die Regierung Australiens verhindert das Mega-Geschäft nun in letzter Sekunde, wie das Wall Street Journal vermeldet.

170.000 Rinder auf elf Millionen Hektar Land

Der Betrieb von "S. Kidman & Co Ltd" liegt in mehreren australischen Bundesstaaten sowie dem Northern Territory und umfasst elf Millionen Hektar Land. Zum Traditionsunternehmen, das mehr als 100 Jahre im Besitz der Familie Kidman war, gehören über 170.000 Kühe und Bullen. Die Kaufsumme bewegt sich im dreistelligen Millionenbereich.

Kein Verkauf an ausländische Interessenten

Potentielle Käufer aus Australien, der Schweiz, den USA, China und Indonesien interessierten sich für die "Farm". Am meisten Geld bot das chinesische Unternehmen Genius Link Asset Management. Wie das Wall Street Journal berichtet, blockierte die Australische Regierung nun den Verkauf an chinesische Besitzer. Es würde den nationalen Interessen zuwider laufen, so die Begründung. 

Gefahr für nationale Sicherheit

Besonders prekär: Ein Teil des Grundstücks liegt neben der Woomera Prohobited Area, einem militärischen Raketen-Testgelände. So würde laut Finanzminister Scott Morrison ein Verkauf an ausländische Interessenten zudem eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellen, wie The Australian Financial Review berichtet.

Die Bieterschlacht um das Anwesen geht nun also weiter - in rein australischem Kreise, wie es aussieht.

Landwirtschaft im Outback - Auf einer Farm in Australien

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