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Umwelt

Wettbewerb: Wer hat die seltensten Kräuter im Acker?

von , am
19.03.2014

Mehr als ein Drittel der Ackerwildkräuter ist vor dem Aussterben bedroht. Daher hat die bayerischen Agrar-Landesanstalt den Wettbewerb "Blühende Ackerwildkräuter" ins Leben gerufen.

Ackerwildkräuter wie Kornblume, Frauenspiegel und Sommeradonisröschen waren durch viele Jahrhunderte Begleiter der Nahrungsmittelerzeugung auf den Äckern. Die Perfektionierung der Saatgutreinigung sowie Unkrautbekämpfung mit Herbiziden führten in den letzten Jahrzehnten zu einem immer stärkeren Artenschwund im Lebensraum Acker. Heute gilt mehr als ein Drittel der Ackerwildkraut-Arten als gefährdet, einige sind sogar schon ausgestorben.
 
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) schreibt zusammen mit dem BUND Naturschutz in Bayern (BN) und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) 2014 zum ersten Mal den Wettbewerb "Blühende Ackerwildkräuter" aus. Erste Austragungsregion ist Unterfranken. Noch bis zum 1. Juni können sich fränkische Landwirte für den Wettstreit bewerben.

Gesucht sind besonders seltene Wildkräuter

Ziel des Wettbewerbs ist es, diesen oft unscheinbaren Arten wieder mehr Beachtung zu schenken. Prämiert werden sollen Äcker, auf denen zwischen der Feldfrucht auch noch seltene Ackerwildkräuter wachsen und damit eine Arten- und Strukturvielfalt besteht. Gesuchte Ackerwildkräuter sind vor allem die Arten auf den Grenzertragsstandorten der Kalk- oder Sandäcker, die aufgrund des zunehmenden Produktionsdrucks selten geworden sind wie zum Beispiel Gewöhnlicher Frauenspiegel, Acker-Rittersporn oder Acker-Wachtelweizen .
 
"Der Verlust an Ackerwildkräutern führt auch zu drastischen Verlusten bei den bestäubenden und auf Ackerwildkräuter spezialisierten Insekten, wie beispielsweise die Mohn-Mauerbiene (eine Wildbienenart) oder die Ehrenpreis-Sandbiene, jedoch auch viele Schmetterlings- und Hummelarten", mahnt Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin.
 

Jetzt bewerben!

Mitmachen kann jeder landwirtschaftliche Betrieb in Unterfranken, der diese Arten im Acker findet. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 1. Juni. Danach werden die gemeldeten Flächen bewertet und die 15 Besten ausgewählt.
 
1. - 2. Preis: Gutscheine für einen Aufenthalt im Biohotel im Wert von 300 und 200 Euro
3. - 5. Preis: Wein aus der Region
6.-15. Preis: Bücher über essbare Wildpflanzen
 
Anmeldeformulare liegen bei den Ämtern für Landwirtschaft, den Landschaftspflegeverbänden und den BN Kreisgruppengeschäftsstellen aus.
 
 
Für Rückfragen:
Franziska Mayer, LfL, 08161/71-5821
Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin, 0911/81878-20
Beate Krettinger, DVL, 0981/4653-3542
 
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