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Umwelt

Jetzt wird’s bunt - Blühende Rahmen für Bayern

von , am
14.07.2011

München - Bayerns Bauern starten mit rund 500.000 Quadratmetern 'Blühenden Rahmen' in den Sommer.

Bis zum 1. August 2015 können sich Landwirte für den Wettbewerb "Blühende Rahmen" anmelden. © Hans-Christian Hein/pixelio.de
Auf rund 500.000 Quadratmetern wird es bald bunt. So viel Fläche haben die bayerischen Bauern in den vergangenen Monaten nämlich rund um Maisfelder in Blühstreifen verwandelt.
Mit den Blühstreifen schaffen die Bauern an ihren Maisfeldern freiwillig und auf eigene Kosten zusätzliche Weideflächen für Bienen und andere Wildtiere. Aber auch die Bevölkerung freut sich über den bunten Blickfang in der Feldflur. Die erste Bilanz der Initiative "Blühende Rahmen" ist durchweg positiv.

Weidefläche für die Bienen und Informationen für die Menschen

Der Bayerische Bauernverband möchte mit der Aktion etwas für die Umwelt tun und gleichzeitig über die heimische Landwirtschaft und die Vorzüge des Maisanbaus informieren. Das diesjährige Erntejahr mit vielen Wetterextremen zeigt, dass der Mais den Klimawandel besonders gut wegsteckt. Er nutzt die Sonnenenergie besonders effektiv und braucht vergleichsweise wenig Wasser und Pflanzenschutz. Er ist also umweltverträglich und ergiebig zugleich. Ein Hektar Mais reicht immerhin aus, um fünf Kühe oder 35 Schweine zu versorgen.
 
Damit diese Zusammenhänge klar werden, stellen die Bauern neben ihren Blühenden Rahmen Schilder mit interessanten Fakten zum Maisanbau auf. Mit der Aktion zeigen die bayerischen Bauern außerdem, dass sie auf dem Weg der Freiwilligkeit für viele Aktionen und Kooperationen zu gewinnen sind. Die Initiative, die es seit diesem Frühjahr gibt, unterstützt auch der Landesverband der Bayerischen Imker.

Weitere Projekte von Bayerns Bauern für die Umwelt

Die 500.000 Quadratmeter an Blühstreifen sind bei Weitem nicht die einzigen freiwilligen Umweltleistungen, die die bayerischen Bauern erbringen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Auch in diesem Jahr stehen im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms wieder über 20.000 Hektar, also 200 Millionen Quadratmeter, als Blühflächen für Bienen und Wildtiere zur Verfügung. Darüber hinaus fördern bayerische Landwirte beispielsweise die Feldlerche durch die Anlage von Lerchenfenstern und nehmen an zahlreichen lokalen Projekten zum Umwelt- und Naturschutz teil, wie dem Rottauensee-Projekt in Niederbayern oder dem Agrobiodiversitätsprojekt Rhön in Unterfranken.
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