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Ernährung und Gesundheit

Wochenmärkte - je regionaler, desto beliebter

pd
am
13.07.2011

Hannover - Wer auf dem Markt einkauft, erwartet Lebensmittel aus der Region. Das zeigt eine Befragung der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft.

Gemüse
Je größer das Angebot an Produkten aus der Region, desto besser ist der Ruf von Wochenmärkten. Die Regionalität des Angebotes ist mit Abstand das wichtigste Kriterium für den Einkauf auf dem Wochenmarkt, an zweiter Stelle steht der Wunsch, durch den Einkauf etwas zum Erhalt des Marktes beitragen zu können, gefolgt von der angenehmen Einkaufsatmosphäre. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft unter den Einkäufern auf Wochen- und Bauernmärkten in Hannover und Oldenburg.
 
Der Wunsch nach regionalen Produkten spiegelt sich auch im Einkaufskorb der befragten Verbraucher wider. Typische Wochenmarkteinkäufe sind Obst, Gemüse, Kartoffeln, aber auch Fleisch- und Wurstwaren. Südfrüchte werden dagegen nur von einer Minderheit (23 Prozent) der befragten Verbraucher auf dem Wochenmarkt nachgefragt.

EHEC-Diskussion beeinflusste Einkäufer nicht

Die Befragung fand auf dem Höhepunkt der medialen Diskussion um die vermutete EHEC-Belastung von Salat und Gurken statt. Interessanterweise gab deutlich mehr als die Hälfte der Befragten Verbraucher (60 Prozent) an, die EHEC-Diskussion habe keinen Einfluss auf ihre Wochenmarkteinkäufe. Nur drei Prozent der Befragten sagten, sie würden deshalb auf den Einkauf von Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt verzichten, die restlichen Befragten wollten die Gemüseeinkäufe zwar einschränken, aber nicht darauf verzichten. Dies spricht für das hohe Vertrauen, das zwischen Kunden und Marktbeschickern besteht.

Markteinkäufer eher älter

Einen Wermutstropfen gibt es aus Sicht der Marktbeschicker dennoch zu schlucken. Die Befragung offenbarte auch eine zunehmende Überalterung der Wochenmarkteinkäufer. Mehr als die Hälfte der befragten Personen waren älter als 55 Jahre, nur sechs Prozent waren jünger als 35 Jahre. Marktbetreiber und -beschicker gemeinsam sind nun gefordert, Konzepte zur Neukundengewinnung zu erarbeiten.
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