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Umwelt

Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet

von , am
22.01.2015

Gestern fotografierte eine Mitarbeiterin der Veterinärbehörde ein Wolfspaar auf einem Feld südöstlich von Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern. Für die Region ist es der erste sichere Nachweis von Wölfen.

An sofort können Tierhalter in Sachsen-Anhalt Fördermittel für Maßnahmen zum Herdenschutz gegen Wölfe beantragen. © K. Müller, VLA LUP
Während einer Dienstfahrt gelang es einer Mitarbeiterin der Veterinärbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim zwei Wölfe auf einem Feld zu fotografieren. Für die Region ist es der erste sichere Nachweis von Wölfen. Da in Kürze die Ranzzeit der Wölfe beginnt, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich bei den beiden Tieren um ein Wolfspaar handelt. Weitere Hinweise und Beobachtungen nehmen die Wolfsbetreuer des Landes gern entgegen. Ein Faltblatt mit den Kontaktadressen der Wolfsbetreuer ist im Internet unter www.lu.mv-regierung.de. abrufbar.
 

In Mecklenburg-Vorpommern sind 2 Wolfspaare bestätigt

Aktuell sind in Deutschland 38 Wolfsterritorien bekannt (Stand 09/2014). In folgenden Bundesländern sind Wolfsterritorien bestätigt:
  • Sachsen: 11 Wolfsrudel bzw. -paare
  • Grenzgebiet Sachsen/Bandenburg: 1 Wolfsrudel
  • Brandenburg: 10 Wolfsrudel und 1 residenter Einzelwolf
  • Grenzgebiet Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern: 1 residenter Einzelwolf
  • Mecklenburg-Vorpommern: 2 Wolfspaare
  • Sachsen-Anhalt: 5 Wolfsrudel und 1 residenter Einzelwolf
  • Niedersachsen: 5 Wolfsrudel und 1 Wolfspaar

Maßnahmen zum Herdenschutz prüfen

Das Agar-Ministerium Mecklenburg-Vorpommerns bittet die Tierhalter in der Region, ihre Haltungsbedingungen zu überprüfen. Nötige Vorkehrungen zum Herdenschutz können über die Förderrichtlinie Wolf unterstützt werden.
 
Meckenburg-Vorpommern sieht eine Förderung von bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben vor. Gefördert werden:
  • die optische Verstärkung der Zäune durch Breitbandlitzen (Flatterband) über oder vor dem Standardschutzzaun,
  • Netzzäune mit Erdungen ab einer Höhe von 1,1 m mit entsprechenden Weidezaungeräten und Akkus sowie Ladegeräten,
  • der Schutz vor Untergrabung nicht elektrischer Zäune (Zaun 20 cm tief eingraben oder eine E-Litze mit max. 20 cm Bodenabstand)
  • die Anschaffung und Ausbildung geeigneter Herdenschutzhunde.
  • Fördermittel über das Landesamt für Landwirtschaft und Umwelt beantragen.

Wolfsrisse umgehend melden!

Vermutete Wolfsrisse an Haus- und Nutztieren sollen umgehend an das LUNG, Frau Kristin Zscheile (Tel. 03843-777 215) gemeldet werden. Außerhalb der Dienstzeiten und am Wochenende wenden Sie sich bitte an einen der nachfolgend genannten Rissgutachter:
 
Herrn Stier, Tel.: 0171-4859789
Herrn Behl, Tel.: 038825-22043
Herrn Jüttner, Tel.: 0170-7928629
Herrn Spicher, Tel.: 0172-9969435
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