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Wölfe in Deutschland

Wölfin erschossen, Polizei ermittelt

Wolf am Wasser
am Mittwoch, 24.07.2019 - 09:40 (Jetzt kommentieren)

Im Landkreis Gifhorn wurde der Kadaver eines erschossenen Wolfes aus dem Elbe-Seitenkanal geborgen. Jetzt ermittelt die Polizei.

In Wittingen im niedersächsischen Landkreis Gifhorn wurde am vergangenen Sonntag ein Wolfskadaver aus dem Elbe-Seitenkanal geborgen. Ein Jäger hatte ihn zuvor dort entdeckt.

Bei dem Tier handelt es sich um eine junge Wölfin, die offensichtlich erschossen und – mit Metallgegenständen beschwert – im Kanal versenkt wurde. Das teilte die ermittelnde Polizeibehörde am gestrigen Dienstag mit.

Weitere Untersuchungen in Berlin

Die tote Wölfin wurde für weitere Untersuchungen an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin versandt. Dort wird der Kadaver untersucht – unter anderem auf Größe, Gewicht und Alter, aber auch auf Geschossteile. Sollten letztere gefunden werden, werden sie der Staatsanwaltschaft als Beweismittel übergeben.

Auch eine genetische Rudelzugehörigkeit des Tiers soll ermittelt werden.

Mit einem Untersuchungsergebnis sei in etwa vier Wochen zu rechnen, sagte ein Polizeisprecher.

Bislang keine Hinweise

Der Abschuss eines Wolfen ist – bis auf ausdrücklich genehmigte Ausnahmen wie dem Rodewalder Wolf – in Deutschland illegal. Die Tiere stehen trotz der enormen Bestandsentwicklung (allein in Niedersachsen gibt es 22 offiziell nachgewiesene Rudel) noch immer unter absolutem Artenschutz.

Bislang ist nach Polizeiangaben schwer zu sagen, ob das ungefähr zwei Jahre alte Tier in der Nähe des Fundortes getötet wurde oder nicht. Die Behörden hoffen auf sachdienliche Hinweise.

Die Tierrechtsorganisation Peta hat eine Belohnung für Hinweise auf den Täter ausgesetzt.

Mit Material von NDR
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