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Wild getötet

Wolf beißt sich durch Sicherheitszaun

Plessa: Wolf beißt sechs Kälber tot
am Montag, 09.03.2020 - 09:50 (Jetzt kommentieren)

In Sachsen hat ein Sicherheitszaun nicht ausgereicht. Ein Wolf drang in ein Gehege ein und riss dort eine Dammwildkuh.

In Zaußwitz in der Nähe von Riesa in Sachsen hat sich ein Wolf durch einen Sicherheitszaun gebissen. Im Gehege riss er anschließend eine Dammwildkuh und fraß ein Stück der Lunge sowie die Leber des Tieres. Was den Wolf danach verschreckt hat, ist nicht bekannt, berichtet der Merkur.

Laut einer Mitarbeiterin der Beratungsstelle Wolf gilt es als sicher, dass es sich bei dem Angreifer auch wirklich um einen Wolf handelt.

Zaun galt eigentlich als wolfssicher

Eigentlich galt der Zaun als wolfssicher. Die Anforderungen sind erfüllt, wenn die Tiere durch einen mindestens 90 Zentimeter hohen stromführenden Elektrozaun geschützt sind oder ein mindestens 120 Zentimeter hoher Zaun aus festen Koppeln vorhanden ist. Im zweiten Fall muss ein fester Bodenabschluss vorhanden sein, um ein Durchschlüpfen des Raubtiers zu verhindern.

Der betroffene Landwirt hatte die zwei Meter hohe Konstruktion im Boden mit Erdnägeln befestigt, um sein Dam- und Rotwild zu schützen.

Mindestschutzanforderungen müssen erfüllt sein

Da der Zaun die betreffenden Kriterien erfüllt, bekommt der Züchter 100 Prozent Entschädigung vom Freistaat Sachsen. Das Bundesland gibt zudem noch einige allgemeine Sicherheitsgrundsätze mit an, welche beachtet werden sollte. 

Unter anderem, dass genügend Abstand zwischen Koppel und Erhöhungen gehalten werden sollte, damit ein Überspringen des Zauns nicht gefördert wird.

Die Erfüllung der Mindestschutzanforderungen ist Zwangsvoraussetzung für den finanziellen Ausgleich bei Nutztierschäden. 

Mit Material von Merkur.de, Freistaat Sachsen

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