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Wolf in Sachsen

Wolf greift Mann in Dresden an

Wolf fletscht Zähne
am Freitag, 24.09.2021 - 05:00 (6 Kommentare)

Nachdem sich ein Wolf auf ein Privatgrundstück verirrt hatte, griff dieser den Mann an.

Mit fletschenden Zähnen griff der Wolf unvermittelt an: Was am Donnerstag im Dresdner Ortsteil Langebrück passierte, wird Matze Korb wohl so schnell nicht vergessen. Ein junger Wolf hatte sich auf das Grundstück des Mannes verirrt und steckte unter dem Tor seiner Einfahrt fest. „Ich rief die Polizei an um zu fragen, was ich machen soll. Die Beamten sagten mir, dass ich versuchen solle, das Tier zu befreien“, schildert Korb gegenüber der Redaktion. Bewaffnet mit einem Besen machte sich der Mann schließlich mutig ans Werk. „Mit dem Schrubber schob ich den Wolf unter dem Tor weg auf die Straße. Ich rief ihm hinterher, um ihn weiter in Richtung des Waldes zu treiben. Plötzlich drehte der Wolf um, fletschte seine Zähne, stellte die Rute auf und ging zum Angriff über“, erzählt der geschockte Anwohner. Das Tier sei ohne zu bremsen auf ihn zugestürzt. „Zum Glück hatte ich noch meinen Schrubber in der Hand und schlug drei mal auf ihn ein, bis er zu Boden ging und vor mir auf der Straße lag.“

„Mir war nicht zum Lachen zu Mute“

Es sei nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn es sich um ein ausgewachsenes Tier gehandelt hätte oder er nichts zum verteidigen gehabt hätte, so Korb weiter. „In dem Momentan war mir nicht zum Lachen zu Mute.“ Der Wolf hätte keinerlei Scheu gezeigt. Auch dürfe er gar nicht daran denken, was gewesen wäre, wenn das Tier auf den viereinhalbjährigen Enkel des Sachsen beim Spielen im Garten getroffen wäre. „Manche Leute denken immer noch, dass der Wolf ein Kuscheltier sei.“

Vorfall wird vom Ministerium nicht erwähnt

Nach dem Angriff habe sich der Wolf schnell wieder berappelt, sei aber nicht in den Wald sondern wieder zurück in den Ort geflohen. Dort war das Tier schon vor dem Vorfall bei Herrn Korb auffällig gewesen. Am Morgen hatte der Jungwolf bereits in einem anderen Zaun festgesteckt, woraus er von einem Tierarzt befreit werden musste. „Warum hat man den Wolf schon da nicht narkotisiert und zurück in den Wald gebracht?“, zeigt der aufgewühlte Anwohner wenig Verständnis. Stattdessen habe man das Tier einfach laufen lassen. Das Ministierum meldete später, dass man am Nachmittag, also Stunden nach den Vorfällen, die Umgebung kontrolliert habe und der Wolf nicht mehr gefunden wurde. Warum der zweite Vorfall in der Pressemitteilung nicht erwähnt wurde? Das kann sich auch Matze Korb nicht erklären. „Ich habe das dem Wolfsberater erzählt aber der zeigte nur wenige Interesse an dem Vorfall…“ Für die Bewohner sei aber nun noch einmal mehr klar geworden, dass es so nicht weiter gehen könne. Auch dieser Wolf sei irgendwann ausgewachsen und dann noch deutlich gefährlicher…

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