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Wolf in Sachsen

Wolf greift Mensch an: Behörde äußert sich zu Vorfall

Wolf hinter einem Baumzweig
am Freitag, 24.09.2021 - 14:00 (Jetzt kommentieren)

Nach unserem Bericht über eine Wolfsattacke auf einen Mann in Dresden, hat sich nun die zuständige Behörde geäußert.

Mit einem Besen hat sich ein Mann in Dresden, Ortsteil Langebrück, gegen einen Wolf zur Wehr gesetzt (wir berichteten). Gegenüber der Redaktion nahm das zuständige Landesumweltamt (SMEKUL) nun Stellung zu den Geschehnissen.

Die Sprecherin bestätigte, dass der Betroffene während einer Ortsbegehung auch einem Mitarbeiter der Fachstelle Wolf das Geschehene berichtet habe. Der Anwohner habe den Wolf aus seinem Tor befreit und es versucht in Richtung des Waldes zu leiten. Dabei sei der Wolf dann auf den Mann zugegangen.

Wolf habe sich wohl bedrängt gefühlt

Das Landesumweltamt bewertet den Vorfall als Abwehrverhalten. Da der Wolf bereits im Vorfeld mehrfach in Zäunen eingeklemmt gewesen sei, habe sich das Tier bei der letzten Rettungsmission wohl bedrängt gefühlt und daher mit Abwehrverhalten reagiert. „Erfahrungen, auch bei Wildfängen von erwachsenen Wölfen, würden zeigen, dass sich das Abwehrverhalten nicht gegen den Menschen, sondern gegen den eingesetzten Gegenstand richtet“, so die Sprecherin. Die Fachstelle Wolf rät in einem solchen Fall, so wenig wie möglich auf den Wolf zuzugehen und Flucht- und Rückzugsmöglichkeiten offen zu halten.

Man habe bei der Erstbegehung der betroffenen Siedlung die dort ansässigen Kindergärten und eine Schule informiert und zum Sachverhalt aufgeklärt.

Auf die Nachfrage, warum man in der Pressemitteilung nicht über den zweiten Vorfall informiert habe, gab die Sprecherin an, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die abschließende Bewertung des Verhaltens und des Gesundheitszustandes des Wolfes noch ausgestanden habe. „Vorrangiges Ziel war es, mit der Pressemitteilung über den Vorfall zu informieren, auch, dass sich das Tier inzwischen nicht mehr in Langebrück aufhält,“ so die Sprecherin. Man werde den Jungwolf in Langebrück weiter beobachten.

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