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Wolfsriss

Wolf reißt elf Tiere in zwei Nächten

Tote Hirsche nach Wolfsangriff
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Julia Eder, agrarheute
am
27.12.2016

Erst wurden zehn Tiere in einem Damwildgatter gerissen, dann ein Schaf. Ein Rissgutachter hält den Wolf für den wahrscheinlichen Verursacher.

In der Nacht zum 25.12.2016 kam es im Bereich der Ueckermünder Heide zu einem Rissvorfall in einem Damwildgatter. Dabei wurden zenn Tiere getötet, ein weiteres Tier wird vermisst.

In der darauffolgenden Nacht zum 26.12.2016 wurde im Zuge eines weiteren Übergriffs in unmittelbarer Nähe zum ersten Vorfall ein Schaf gerissen. Ausgehend von den Indizien, die ein Rissgutachter aufgenommen hat, seien Wölfe als Verursacher für beide Übergriffe wahrscheinlich.

Herdenschutz überprüfen

"Die Schaf-, Ziegen- und Damwildhalter in der Region sollten die Meldungen zum Anlass nehmen, ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz umfassend zu überprüfen", sagt Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. So müssten die Zäune allseitig geschlossen und funktionstüchtig sein. Für Schaf- und Ziegenhalter werden entweder mindestens 90 cm hohe stromführende Zäune mit einem Bodenabstand kleiner als 20 cm oder Maschendrahtzäune mit mindestens 120 cm Höhe und einem Untergrabeschutz empfohlen. "Die Förderrichtlinie Wolf bietet im ausgewiesenen Wolfsgebiet des Landes MV die Möglichkeit, über die Anforderungen des Grundschutzes hinausgehende Vorkehrungen zum Herdenschutz finanziell mit bis zu 75% der Kosten zu fördern", so Backhaus.

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