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Raubtier

Wolf reißt vermutlich 18 Tiere in einer Nacht

Damwild in einem Wildtiergehege
am Dienstag, 09.03.2021 - 09:51 (Jetzt kommentieren)

Ein Tierhalter aus dem Landkreis Bayreuth fand Anfang März 18 Stück Damwild tot im Gehege. Sie wurden vermutlich von einem Wolf gerissen. Nicht der erste Vorfall in der Gegend.

Wie das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) auf seiner Homepage berichtet, wurden in nur einer Nacht 18 Tiere in einem Damwildgehege in der Nähe des Veldensteiner Forst im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern gerissen. Es bestehe laut Experten begründeter Verdacht auf den Wolf als Verursacher.

In der gleichen Gegend waren erst Ende Februar sieben Wildtiere vermutlich dem selben Raubtier zum Opfer gefallen.

Situation und Rissbilder deuten auf Wolf hin

Zum jüngsten Vorfall kam es in der Nacht vom 02. zum 03.03.2021. Mitglieder des Netzwerks Große Beutegreifer hatten die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen, berichtet das LfU.

Die aufgefundene Situation und Rissbilder würden auf den „Wolf“ als Verursacher hindeuten. Genauere Erkenntnisse werden von der Analyse der genetischen Proben erwartet.

Ende Februar: Siebe tote Wildtiere gefunden

Erst Ende Februar, am 27.02.2021, fand ein Wildtierhalter im Landkreis Bayreuth drei Rothirsche und vier Mufflons tot in einem Wildgehege auf, wie das Landesamt für Umwelt berichtet.

Auch hier deuten die sichtbare Spuren laut Netzwerks Große Beutegreifer auf den „Wolf“ als Verursacher hin. Die genetische Analyse steht noch aus.

Einzäunung „ohne gesonderten Schutz“ vor Wolfsübergriffen

Im jüngsten Vorfall habe die Einzäunung keinen gesonderten Schutz vor Wolfsübergriffen aufgewiesen, meldet das Landesamt. Man habe nun Sofortschutzmaßnahmen zur Sicherung des Geheges eingeleitet. Frische Wolfsspuren am Schutzzaun des Wildgeheges vom Übergriff am 27.02.2021 würden die Wirksamkeit der dort installierten Sofortschutzmaßnahmen belegen.

Das LfU stelle kurzfristig verfügbares Zaunmaterial für Nutztierhalter in der Region zur Verfügung. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern seien informiert worden.

Mit Material von Landesamt für Umwelt (LfU)

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