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Wolfsabschüsse, vegane Wurst und Erntehelfer in Kanada

Getreidefarm in Kanada
Matthias Ludwig
am
06.01.2017

Wie wird die Diskussion über den Abschuss des Wolfes unter den Landwirten geführt? Darf man Wurst oder Fleisch vegan nennen? Sowie ein Bericht eines Erntehelfers.

Sommer auf einer Getreidefarm in Kanada!

StefanS stellt in einem Blogbeitrag seine Erfahrungen als Erntehelfer in Kanada vor: "Der Traum, wenigstens einige Monate in Kanada zu verbringen, verfolgte mich schon seit vielen Jahren. Und eines wurde mir im Laufe der Jahre zunehmend bewusst, Träume sollte man mit aller Kraft verfolgen. Was macht für mich den Reiz an Kanada aus? Die Antwort ist denkbar kurz: sehr viel. Einerseits gab es da immer diese Natur-Dokumentation, die einem in eindrucksvoller Art und Weise die unberührte kanadische Natur vor Augen führen. Zum anderen unzählige Youtube-Videos über die unterschiedlichsten kanadischen Farmen, die einem die große Weite der Landwirtschaft in den Prärie-Gebieten vor allem im Westen Kanadas zeigen. Unterm Strich brennt sich einem eine gewisse Vorstellung mit vielen Bildern im Kopf ein, von einem Land in den man arbeiten und reisen möchte.

Zufällig bin ich dann im Jahr 2014 auf einen Betrieb in der Provinz Alberta gestoßen, der seit vielen Jahren mit deutschen Erntehelfern arbeitet. Es handelt sich dabei um einen Familienbetrieb mit inzwischen ca. 1.900 Hektar Ackerland. Die Betriebsleiterfamilie ist komplett englischsprachig und seit mehreren Generationen in Kanada ansässig - ein Detail, dass mir bei der Betriebssuche sehr wichtig war - in meinen Augen bringt einem das viel mehr an Erfahrung, sei es die Sprache und zum anderen einfach die typisch kanadische Mentalität, die man kennen lernen darf. Die Betriebsgröße ist für diese Gegend als guter Durchschnitt zu bezeichnen. Geführt wird der Betrieb über das Jahr hinweg allein von meinem Chef, er ist sozusagen die einzige Vollzeitkraft derzeit. Lediglich zu den Arbeitsspitzen, also zur Aussaat und für die Ernte wird mit Saisonkräften gearbeitet. Der Erntebetrieb kann im Normalfall mit 4 Kräften gestemmt werden - 2 Drescherfahrer, 1 Überladewagenfahrer sowie 1 LKW-Fahrer der im fliegenden Wechsel die beiden Sattelschlepper fährt. Der gnadenlose Vorteil dieser Betriebsgröße ist, dass man nicht einer von vielen Arbeitskräften ist."
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Streit über den Abschuss von Wölfen

BittemehrSachlichkeit kommentiert einen Beitrag zum Thema 'Abschuss von Wölfen' auf agrarheute.com: "Man ist es leid, immer wieder die Kommentare von selbsternannten Experten zu lesen. Zum Beispiel die unermüdlich wiederholte Behauptung, die Bestandsregulierung bringe nichts. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Elterntiere eines Rudels abgeschossen würden. Die Schweiz hat uns aber gerade gezeigt, dass es durchaus möglich ist, Jungwölfe zu schießen, dadurch wird die Vermehrungsrate gebremst, ohne die Rudelstruktur zu gefährden. Die Amerikaner gehen da wesentlich radikaler vor: Rudel, die sich immer wieder auf besiedeltes Gebiet oder Weideland verirren, werden komplett geschossen."

HerrAugust antwortet: "Ich finde es schade, dass Wölfe geschossen werden (das gilt eigentlich für alle Tiere), allerdings finde ich auch, dass die Kosten sehr hoch sind, würde man es nicht machen. Ich kann beide Seiten verstehen. Irgendwie ist da eben immer ein bitterer Beigeschmack wenn große, gesunde Tiere erschossen werden, die man so selten sieht und die lange aus unseren Breiten verschwunden waren."

Mett meint: "Früher oder später wird es dazu kommen, dass eine große Mengen von Wölfen geschossen werden muss. Das haben wir dann der "Wolfslobby" zu verdanken. Hätte man von Anfang an die Ausbreitung unterbunden, wäre man mit der Entnahme von wenigen Tiere hingekommen. Aber da in Deutschland das Kind ja immer erst in den Brunnen fallen muss... "
Streit über den Abschuss von Wölfen

Agrarminister Schmidt zur veganen Wurst

Gartenfotograf10 schreibt: "Unser Agrarminister möchte um Missverständnisse zu vermeiden, in Zukunft verbieten, dass vegane Produkte die Bezeichnung 'Wurst oder Schnitzel' verwenden dürfen. Also es darf nicht mehr heißen: vegane Currywurst, veganes Schnitzel usw. Aber dann darf es doch auch nicht mehr heißen Leberkäse (enthält ja keine Leber), Wurstsalat enthält auch keinen Salat und Sandkuchen keinen Sand oder? Hat der jetzt Angst, dass die Umsätze bei veganen Produkten weiter steigen? Sind da nicht auch Landwirte als Lieferanten und Produzenten dabei? "

Mett meint: "Ich finde, er hat vollkommen recht. Auf der einen Seite wollen sie keine tierischen Produkte, auf der anderen soll das [vegane] Essen aber trotzdem so heißen, so aussehen und so schmecken wie [die Produkte aus tierischer Erzeugung]."

Schollenknacker schreibt: "Richtig so. Warum lügen die sich selbst an? Warum muss es "Wurst" oder "Fleisch", auch "Käse" sein, wenn es nur aus Soja besteht? Hier die Bezeichnung Wurst, Fleisch zu verwenden, ist Betrug am Verbraucher. Schau mal die "Beipackzettel" solcher Produkte an. Bei deiner Argumentation müssten auch "Regensburger", "Wiener","Lyoner",  "Pressack", "Frankfurter" und "Bratwürste"(ist ja kein Braten drin) umbenannt werden. Nebenbei bemerkt, die Umsätze der Veggie-Industrie stagnierten im abgelaufenen Jahr - Markt anscheinend gesättigt. "
Agrarminister Schmidt hat wieder etwas "angekündigt"!

 

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

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