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Wolfsriss

Wolfsverdacht: Viertes Pony in Hünxe gerissen

Ein Pony auf einer Weide beim grasen
am Freitag, 05.11.2021 - 11:45 (1 Kommentar)

In Nordrhein-Westfalen kam es innerhalb von nur vier Wochen zum vierten Riss eines Kleinpferds. Dieses Mal direkt im Garten eines Wohnhauses.

Wie die Zeitung NRZ berichtet, wurde in Hünxe in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zu Mittwoch erneut ein Pony gerissen. Es stand auf einer Weide direkt neben einem Wohnhaus.

Es handle sich um den vierten Riss eines Kleinpferds in Hünxe binnen vier Wochen. Das  habe das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) auf NRZ-Anfrage so bestätigt.

Pferde direkt neben Wohnaus gerissen

Aus Angst vor dem Wolf hatten die Besitzer der Shetlandpferde die Tiere direkt in den Garten ihres Hauses geholt, erklärt Eckhard Vornbrock gegenüber der Zeitung. Er gehört zum Bürgerforum Gahlen, das die Risse im Kreis Wesel dokumentiert.

Die Wiese war laut Vornbrock mit Maschendraht, Draht und Stromlitze sowie einer Hecke eingezäunt.

Durch Kehlbiss getötet: Proben auf Wolf untersucht

Das Pony sei durch einen Kehlbiss getötet und circa 20 Kilo Fleisch gefressen worden. Es wurde 60 bis 70 Meter vom Haus entfernt gefunden.

Ein Institut solle nun anhand von Proben untersuchen, ob für den Riss tatsächlich ein Wolf verantwortlich ist. In Hünxe wurden bereits im Januar sowie im Oktober Ponys gerissen. Vergangenen Freitag fiel ein Schaf dem Raubtier zum Opfer.

Finanzielle Unterstützung auch für Pferdehalter

Das NRW-Umweltministerium hatte erst kürzlich angekündigt, die Förderrichtlinie und damit verbundene Unterstützungs-Leistungen auch auf Pferdehalter auszuweiten. Konkrete Rahmenbedingungen und Kriterien würden derzeit ausgearbeitet, um auch Pferde in den betroffenen Regionen besser vor Übergriffen zu schützen.

Zur Vorsorge sollten, sofern logistisch möglich, einzelne kleinere Pferde nicht über Nacht auf ungeschützten Weiden gehalten werden.

Mit Material von NRZ, Umweltministerium NRW

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