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Politik international

WTO-Beitritt: Russland fürchtet um inländische Landwirtschaft

von , am
21.02.2012

Bern - Russische Agrarunternehmen haben Angst vor den Folgen eines WTO-Beitritts Russlands. Die Erfolge der russischen Landwirtschaft seien bereits jetzt nur dank staatlichen Zuschüssen möglich.

Die russischen Agrarunternehmen haben Angst vor der WTO. © Mühlhausen/landpixel
Dies gehe aus einem Schreiben des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes an den Vizepremier Schuwalov hervor, zitiert die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Novosti die Zeitung Wedomosti. Die Rentabilität der Landwirtschaft sinke beständig. Ohne staatliche Zuschüsse in der Höhe von 125 Milliarden Rubel wäre sie bei minus 5,4 Prozent, so der Verband. Ein WTO-Beitritt Russlands werde die Situation weiter anspannen, da die Agrarindustrie nicht wettbewerbsfähig sei.

Hilfe vom Staat nötig

Der Verband bittet deshalb die Regierung um Schuldenerlass und Ausgleichszahlungen für ihre Ausgaben in der Höhe von 400 Milliarden Rubel (umgerechnet 10 Milliarden Euro). Zudem soll der Staat die Agrarunternehmen in der Übergangszeit unterstützen und ihre Modernisierung vorantreiben. Ein Sprecher des Kabinetts bestätigte den Eingang des Schreibens, hält es jedoch für ein lobbyistisches Manöver.
 
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