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WTO Exportzahlen Agrarprodukte

WTO: Deutschland bleibt drittgrößer Agrarexporteur

Externer Autor ,
am
17.12.2012

Obwohl sich die Rangfolge der wichtigsten Exporteure und Importeure stark verändert hat, kann Deutschland seine Position auf dem dritten Platz halten.

In den letzten Jahren hat sich die Stellung einzelner Länder im internationalen Agrarhandel spürbar verändert. Das trifft sowohl für die wichtigsten Exporteure als für die Importeure von Agrarprodukten zu. Vor allem die großen Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien haben ihre Handelsanteile kräftig erhöht. Gleichzeitig konnte Deutschland seine Position unter den führen Agrarexporteuren behaupten und auch im Agrarimport gehören die Deutschen weiterhin zu den TOP-3.
 
Brasilien und China rücken auf
 
Deutschland kann 2011 seine Position als weltweit drittgrößter Exporteur von Agrarprodukten behaupten. Lediglich die USA und die Niederlande exportierten wertmäßig mehr Agrarprodukte als die Deutschen. Damit sind deutsche Agrarexporte weiterhin größer als die der nächstfolgenden Länder Brasilien, Frankreich, China und Kanada. Allerdings ist der Export Brasiliens erheblich stärker gewachsen als der Deutschlands. Damit sind die Brasilianer auch näher an Deutschland herangerückt, nachdem sie bereits im letzten Jahr Frankreich als Exporteur überholt haben. Auch China konnte seine Position verbessern und hat Kanada von Platz sechs verdrängt.
 
Europäer im Export weiter stark
 
{BILD:558214:gif}Zu den den TOP-10 der großen Exporteure gehören mit den Niederlanden, Deutschland Frankreich, Belgien, Spanien und Italien insgesamt sechs europäische Länder. Dabei hat Argentinien mit einem überdurchschnittlichen Exportwachstum von 30 Prozent (%) Italien von Position neun verdrängt. Noch stärker als die Ausfuhr Argentiniens ist 2011 indessen der Export Indiens (+ 47 %) sowie Russlands (+ 41 %) gewachsen. Indien rangiert mittlerweile etwa gleichauf mit dem Vereinigten Königreich und Australien auf Rang zwölf der wichtigsten Agrarexporteure.
China wird größter Agrarimporteur
 
Noch stärker als bei den Exporturen war indessen die Verschiebung der Handelsanteile zwischen den großen Agrarimporteuren. Dort hat sich 2011 China erstmals an die Spitze der großen Importeure gesetzt und mit einem Zuwachs von 34 % auch die USA als bislang größten Agrarimporteur überholt. Auf Position drei der wichtigsten Importeure folgt weiterhin Deutschland knapp vor Japan. Der japanische Zuwachs der Agrareinfuhren war mit 40 % - wegen der Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima - allerdings besonders hoch.
 Asien wächst am stärksten
 
Nach Deutschland und Japan folgen auf den Positionen vier bis zehn mit den Niederlanden, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien, Belgien und Spanien noch sechs europäische Länder im Ranking der größten Importeure. Auf Position elf der wichtigsten Agrarimporteure lag im Jahr 2011 Russland. Allerdings sind die Einfuhren Koreas und Indiens mit jeweils 30 % noch kräftiger gewachsen als die der Russen, so dass diese beiden Länder auf Position zwölf und 13 der wichtigsten Importeure vorgerückt sind. Ähnlich kräftige Zuwächse bei den Importen zwischen 30 % und 40 % verzeichneten im Jahr 2011 zudem auch Indonesien, Malaysia, die Türkei, Ägypten und Mexiko sowie weitere (vor allem asiatische) Länder.
 
Dr. Olaf Zinke / dlv Marktanalyst
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