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Wirtschaft

WTO erwartet in diesem Jahr zehn Prozent Wachstum des Welthandels

Externer Autor ,
am
27.07.2010

Shanghai - Laut Prognose der WTO wird der Welthandel im laufenden Jahr um zehn Prozent oder mehr wachsen. Dies sagte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy vergangenen Freitag bei der Präsentation des Jahresberichts in Shanghai.

Im März war noch ein Wachstum von 9,5 Prozent vorausgesagt worden, im letzten Jahr wurde ein Einbruch um zwölf Prozent verzeichnet. Das Handelswachstum kehre vor allem dank China und anderen dynamischen Ländern so schnell und deutlich zurück, sagte Lamy nach Angaben des Nachrichtendienstes sda. In ihrem Bericht fordert die WTO unter anderem, dass die Staaten ihre Zusammenarbeit beim weltweiten Rohstoffhandel ausbauen, um "künftige Spannungen" zu verhindern.

Russland war 2008 weltweit der größte Exporteur von natürlichen Ressourcen. Das Land fuhr für 341 Milliarden US-Dollar insgesamt neun Prozent des weltweiten Gesamtumfangs aus, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. An zweiter Stelle steht Saudi-Arabien mit einem Anteil von 7,6 Prozent, gefolgt von Kanada mit 4,8 Prozent und den USA mit 3,8 Prozent. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind aber auch Import-Könige. Sie führen mit einem Volumen von 583 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 15,2 Prozent des Gesamtumfangs am meisten ein. Auf Rang zwei ist Japan mit 9,1 Prozent und den dritten Platz besetzt China mit 8,6 Prozent.

Da manche Materialien endlich sind, erschwerten die rohstoffreichen Staaten den Export häufig über Steuern und Mengenbeschränkungen, kritisiert die WTO. Diese Abgaben machen gemäß WTO elf Prozent des Rohstoffhandels aus, während die Geschäfte mit anderen Waren nur mit fünf Prozent Steuern belastet würden. Zur Lösung dieses Problems drängte Lamy erneut auf einen raschen Abschluss der festgefahrenen Doha-Runde. (aiz)

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