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Wirtschaft

WTO: Schlechte Aussichten für Ministerkonferenz

aiz
am
30.11.2013

Genf/Bali - Kommende Woche findet auf Bali die nächste Ministerkonferenz statt. Doch die Vorbereitungen laufen schleppend.

Eigentlich sollte die geplante Ministerkonferenz signalisieren, dass die Welthandelsorganisation (WTO) noch lebt. Doch die Vorbereitungen werden von einzelnen Mitgliedstaaten ausgebremst.
 
Über drei Punkte sollen die Handelsminister der WTO-Mitgliedsländer in der kommenden Woche auf der indonesischen Insel Bali abstimmen. Zum einen sollen Verfahren zur Zollabwicklung angeglichen und vereinfacht werden. Zum anderen dürfen Entwicklungsländer weiterhin Lebensmittel zu überhöhten Preisen aufkaufen, um Vorräte aufzubauen. Hingegen werden die versteckten Subventionen für die eigenen Landwirte auf vier Jahre begrenzt. Und schließlich soll es besondere Hilfen für die ärmsten Länder der Welt geben.

Keine Einigung im Vorfeld

In den diplomatischen Anstrengungen in Genf sei man sehr weit gekommen, berichtete der neue WTO-Generaldirektor Robert Azevedo, allerdings habe man sich im Vorfeld nicht einigen können. Vor allem Indien stellt sich quer.
 
Jetzt hängt es am seidenen Faden, ob die Handelsminister der 159 WTO-Mitgliedstaaten auf Bali doch noch zu einem Abschluss kommen. In der Doha-Runde wird seit 2001 um den Abbau von Handelsschranken gerungen. Bei der kommenden WTO-Ministerkonferenz soll in Anbetracht der Schwierigkeiten nur ein kleines Paket zugunsten der Entwicklungsländer verabschiedet werden.
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