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Wirtschaft

WTO: Welthandel nicht zerstückeln

aiz
am
01.03.2012

Genf - WTO-Generalsekretär Pascal Lamy warnt vor zu kleinteiligen bilateralen Freihandelsabkommen. Sie behindern einen globalen Warenaustausch.

Verschiedene Freihandelszonen mit unterschiedlichen Regeln können den Handel auf der Welt behindern. Vor bilateralen Abkommen warnt deshalb WTO-Generaldirektor Pascal Lamy. Durch neue Freihandelszonen würden die Einfuhrzölle gesenkt, was die Welthandelsorganisation begrüße, betonte Lamy vor dem Handelsausschuss des Europäischen Parlamentes am Mittwoch in Brüssel.

Schlechte wirtschaftliche Lage behindert Zugeständnisse

Aber in den bilateralen Verhandlungen wurden zunehmend besondere Regeln für den Handel vereinbart, die lediglich für die Teilnehmer gelten. Der Welthandel sei deshalb von einer Fragmentierung bedroht, erklärte der WTO-Generaldirektor. Darum gebe es insbesondere für die Regeln keine Alternative zur Doha Runde.
 
Er gab aber auch zu, dass die WTO-Verhandlungen blockiert seien. Lamy erwähnte in diesem Zusammenhang die unüberbrückbaren Positionen zwischen den USA und China. Zudem zögerten viele Länder wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage vor Zugeständnissen. Dem freien Handel ginge es da nicht besser als dem Klima, für das ebenfalls keine Vereinbarung abzusehen sei.

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