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Düngemittelindustrie

Yara investiert kräftig in den Standort Rostock

Alex Niedermayr, agrarmanager
am
25.05.2017

Der Düngemittelhersteller Yara hat kürzlich ein neues Verladeterminal und eine vollautomatische Big Bag-Absackanlage in Betrieb genommen. 18,7 Mio. € wurden investiert.

Yara Rostock

Künftig kann Yara in seinem Werk in Rostock Düngemittel auch in Big Bags absacken. Bislang erfolgte die Verladung nur lose. Nach neunmonatiger Bauzeit ging die vollautomatische Anlage kürzlich in Betrieb. Zusammen mit der Errichtung eines neuen Verladeterminals und einer Lagerhalle für die Big Bags investierte Yara 18,7 Mio. € in den Standort. Dadurch soll der Marktanteil in Deutschland und dem nahen Ausland weiter ausgebaut werden.

„Mit der Inbetriebnahme des neuen Verlade- und Absackterminals stärken wir unsere Präsenz und Position in einem Kerngebiet der deutschen Landwirtschaft. Der neue Terminal ist ein wichtiger Schritt in Richtung optimierter Logistik, höchster Qualität und Flexibilität“, erklärte der Geschäftsführer von Yara Deutschland, Markus Himken, anlässlich der Eröffnung.

Pro Stunde können jetzt rund 300 t loser Dünger verladen werden, was bis zu zwölf Lkw entspricht. Außerdem ist es nun möglich, knapp 200 Big Bags pro Stunde zu füllen. Die neue Lagerhalle bietet eine Lagerkapazität von rund 20.000 t abgesackter Ware.

Große Bedeutung bei Nitratdüngern

Das norwegische Unternehmen Yara produziert weltweit an 30 Standorten verschiedene Düngemittel. Das Werk in Rostock beschäftigt 250 Mitarbeiter. Konzernintern ist es die Nummer 2 unter den Nitratherstellern. Etwa 1,5 Mio. t Nitratdünger, 200.000 bis 300.000 t Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) und an die 150.000 t Industriechemikalien werden dort produziert.

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