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Umwelt

Zahl der JGS-Unfälle ist leicht gestiegen

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von , am
11.11.2014

Die Zahl der JGS-Unfälle, also jener Unfälle bei denen Jauche, Gülle und Silagesickerwasser, unkontrolliert ausgetreten ist, ist 2013 leicht gestiegen, die ausgetretene Schadstoffmenge hingegen gesunken.

Die Zahl der JGS-Unfälle ist 2013 leicht gestiegen, die ausgetretene Schadstoffmenge hingegen gesunken. © Mühlhausen/landpixel
Die Zahl der JGS-Unfälle, also jener Unfälle bei denen Jauche, Gülle und Silagesickerwasser, unkontrolliert austritt, ist 2013 leicht gestiegen, die ausgetretene Schadstoffemenge hingegen gesunken.
 
Im Jahr 2013 traten bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen rund 8,1 Millionen (Mio) Liter Jauche, Gülle und Silagesickersaft (JGS) sowie vergleichbare in der Landwirtschaft anfallende Stoffe aus, 2012 waren es noch 10,4 Mio. Liter JGS. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 73 Prozent (%) der bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen freigesetzten Menge von rund 11,1 Millionen Litern. 
 
Im Jahr 2013 ereigneten sich insgesamt 2.538 Unfälle beim Transport von und beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, das entspricht einem Plus von 11 % gegenüber 2012 (2.292 Unfälle). Zwar geschieht nur ein geringer Anteil der Unfälle mit JGS-Anlagen, allerdings werden dort meist relativ große Mengen an Schadstoffen freigesetzt. 2013 waren es 161 JGS-Unfälle und 2012 noch 157 JGS-Unfälle.

Rund 5 Millionen Liter JGS konnten nicht wiedergewonnen werden

Von der gesamten freigesetzten Menge konnten im Jahr 2013 rund 6,4 Millionen Liter (58 %) nicht wiedergewonnen werden, rund 4,7 Millionen Liter konnten durch Umpumpen oder Umladen in andere Behälter zum Schutz der Umwelt zurückgewonnen werden. Bei der nicht wiedergewonnenen Menge handelte es sich zu 78 % (rund 5,0 Millionen Liter) um JGS. JGS sind nicht in Wassergefährdungsklassen eingestuft. Bei entsprechend großen freigesetzten Mengen oder besonderen örtlichen Verhältnissen können sie jedoch zu einer Gefahr für Gewässer und Boden werden.

Bei relativ wenigen Unfälle mit JGS, wurden große Mengen freigesetzt

Der überwiegende Teil der Schadstoffe (9,8 Millionen Liter) wurde 2013 bei insgesamt 851 Unfällen beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in gewerblichen Anlagen und privaten Haushalten freigesetzt. Dabei ereigneten sich 145 Unfälle mit JGS, bei denen 7,9 Millionen Liter freigesetzt wurden. Im Jahr 2001 waren 26 Unfälle mit diesen Stoffen registriert worden. Dabei wurden rund 3,1 Millionen Liter JGS freigesetzt.

Menschliches Fehlverhalten ist Hauptursache für JGS-Unfälle

Bei den meisten der JGS-Unfälle 2013 in Anlagen war menschliches Fehlverhalten (55 %) die Hauptursache. Materialmängel wie zum Beispiel die Korrosion von metallischen Anlageteilen oder die Alterung von Anlageteilen aus sonstigen Werkstoffen sowie das Versagen von Schutzeinrichtungen waren in 29 % der Unfälle Hauptursache.
 
1.687 Unfälle wurden 2013 beim Transport wassergefährdender Stoffe gezählt, die meisten davon mit Straßenfahrzeugen (1.575; 93 %). Hierbei wurden rund 0,5 Millionen Liter Schadstoffe freigesetzt, von denen drei Viertel wiedergewonnen wurden.
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