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Verkehrskontrolle

Zahlreiche Verstöße: Polizei kontrolliert lof-Fahrzeuge

Polizeikontrolle von lof-Fahrzeugen
© ah/Polizeidirektion Lüneburg
von , am
19.06.2017

Die Polizei kontrollierte in Niedersachsen verstärkt Landwirte und ihre Maschinen. Von 30 lof-Fahrzeugen wurden 27 beanstandet, einigen musste sogar die Weiterfahrt untersagt werden.

Die Polizeidirektion Lüneburg kontrollierte am Donnerstag im Landkreis Harburg in Niedersachsenlof-Fahrzeuge sowie den gewerblichen Güterkraftverkehr mit lof-Fahrzeugen. Nun wurde das Ergebnis veröffentlicht. Von den 30 kontrollierten Maschinen wurden 27 beanstandet. In zehn Fällen waren die Verstöße so erheblich, dass die Weiterfahrt bis zur Behebung des Mangels untersagt werden musste.

Die Beanstandungsquote von 90 Prozent sei erschreckend, so die Polizei. Lohnunternehmen hingegen hatten die Vorschriften eingehalten.

Technische Mängel und Verstöße bei Ladungssicherung

Im Genaueren stellte die Polizei 18 technische Mängel fest, insbesondere Reifenschäden oder Bremsen ohne Funktion. Auch fehlende aber erforderliche Schutzeinrichtungen und Kenntlichmachung an scharfkantigen Anbauteilen wurden häufig notiert.

Sieben Verstöße fielen in den Bereich der Ladungssicherung beziehungsweise Überladung. Mit rund 39 Tonnen Gesamtgewicht war ein landwirtschaftlicher Zug, bestehend aus Ackerschlepper und Güllewagen, rund 20 Prozent schwerer als erlaubt.

Abgelaufene Hauptuntersuchungsplaketten

Darüber hinaus ahndeten die Beamten insgesamt acht Zulassungsverstöße beziehungsweise abgelaufene Hauptuntersuchungsplaketten. Sie stellten bei mehreren zulassungsfreien Anhängern fest, dass das Typenschild und teilweise sogar eine Fahrgestellnummer fehlte.

Auch eine erforderliche Betriebserlaubnis existierte für diese Anhänger nicht, sodass die Fahrzeughalter nun aufgefordert sind, durch ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen eine neue Betriebserlaubnis zu erwirken. Die Anhänger erhalten in diesem Zuge eine neue Fahrgestellnummer und ein Typenschild.

Lof-Fahrzeuge: Beanstandungsquote von 90 Prozent

Bei etlichen Fahrzeugen waren gleich mehrere Verstöße zu verzeichnen. Zwar zeigte sich der diensthabende Einsatzleiter und Polizeioberkommissar Lars Nickelsen mit dem Ablauf der Kontrolle sowie über die "gewinnbringende Zusammenarbeit" mit dem Landkreis überaus zufrieden. Doch die Beanstandungsquote von 90 Prozent sei für ihn erschreckend hoch und zeige umso deutlicher, wie wichtig diese Kontrollmaßnahmen seien.

Lohnunternehmen halten Vorschriften ein

Nickelsen erklärte: "Das Ziel der stetigen Erhöhung der Sicherheit des öffentlichen Straßenverkehrs steht bei uns im Fokus. Von den begleitenden Gesprächen mit den jeweiligen Fahrern während der Kontrolle versprechen wir uns eine deutliche Schärfung des Bewusstseins für die möglichen Folgen, die aus den festgestellten Mängeln entstehen können.

Gleichwohl war es erfreulich, dass bei allen kontrollierten Transporten durch Lohnunternehmen die Vorschriften im gewerblichen Güterkraftverkehr eingehalten worden sind."

Mit Material von Polizeidirektion Lüneburg

Ladungssicherung in Landwirtschaft, Forst und Gartenbau

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