Login
Ratgeber

Zecken-Alarm: So können Sie sich schützen

Thumbnail
Katharina Krenn, agrarheute
am
18.04.2017

Viele Zeckenarten sind bedeutende Krankheitserreger. Darum heißt es wachsam sein. Hier gibt es Tipps zum Schutz vor Zeckenbissen.

Das Risiko von einer Zecke gebissen zu werden, ist in den Bundesländern Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern am Größten. Die kleinen Spinnentiere halten sich am liebsten im hohen Gras oder Unterholz auf. Sie können mit ihrem Biss gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder eine Hirnhautentzündung (FSME) auslösen. Das Problem: Diese Erkrankungen lassen sich oft nur schwer medikamentös behandeln. Daher ist eine gute Vorsorge insbesondere für Land- und Forstwirte ratsam.

Tipps zum Schutz vor Zecken

  • Helle Kleidung tragen: So lassen sich Zecken besser erkennen.
  • Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen tragen.
  • Die Socken über die Hosenbeine ziehen. Zecken klettern nicht höher als 1,50 Meter und klammern sich daher mit Vorliebe an den Hosenbeinen fest. Auch Gummistiefel sind ein guter Schutz.
  • Verwenden Sie insektenabweisende Mittel, sogenannte Repellentien.
  • Umgehend nach einem Waldbesuch oder der Grasernte den Körper nach möglichem Zeckenbefall kontrollieren, insbesondere Kniekehlen, Leistenbereich und Nacken, bei Kindern den ganzen Körper.
  • Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen

Zecke richtig entfernen

Eine eingestochende Zecke sollten Sie schnellstmöglich entfernen. Je länger der Saugvorgang anhält, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern. Deshalb empfiehlt es sich bei Arbeiten auf dem Feld oder im Wald eine Zeckenzange dabei zu haben.

  • Keinen Klebstoff, Nagellackentferner oder Alkohol zur Entfernung verwenden. Diese Substanzen erhöhen das Risiko der Übertragung von Borrelien.
  • Spezielle Werkzeuge wie eine Zeckenzange, Zeckenkarte oder Pinzette für die Entfernung verwenden.
  • Wichtig ist, dass die Zecke möglichst hautnah gegriffen wird.
  • Die Zecke muss vorsichtig und langsam entfernt werden, damit sie nicht gequetscht wird. Die Zecke nicht rausdrehen!
  • Ein Absuchen des Körpers nach dem ersten Zeckenfund nicht abbrechen. Man kann durchaus von mehreren Zecken befallen sein.
  • Nach dem Entfernen der Zecke die Stichstelle mit Alkohol oder einer jodhaltigen Salbe desinfizieren.
  • Sollte eine mögliche Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgehen oder sich ausbreiten, ist ein Arzt aufzusuchen. Gleiches gilt, wenn die Einstichstelle stark anschwillt, schmerzt, heiß wird und pocht.
Auch interessant