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Politik national

Zeichen stehen auf Schwarz-Gelb

von , am
28.09.2009

München/Berlin - Erste Prognosen nach der Bundestagswahl zeigen eine komfortable Mehrheit für Union und FDP. Die Wahlbeteiligung war mit 71,1 Prozent so niedrig wie noch nie seit Kriegsende.

© Bundestag

Angela Merkels Wunschergebnis könnte in Erfüllung gehen: Nach Hochrechnungen von Infratest dimap kommt die Union bei der Bundestagswahl auf 33,9 Prozent (2005: 35,2) und die FDP auf 14,6 Prozent (2005: 9,8) der Stimmen. Die Union erreicht vorraussichtlich 22 Überhangmandate.

Jubel gab es bei Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke: Grüne und Linke haben sich mit 10,7 Prozent (2005: 8,1) und 11,9 Prozent (2005: 8,7) gegenüber der Wahl von 2005 deutlich verbessert und damit beide Rekordergebnisse erreicht.

FDP: Bestes Ergebnis aller Zeiten

Feierlaune herrschte nach Bekanntgabe der Hochrechnungen in der FDP-Parteizentrale. Denn nach elf Jahren in der Opposition besteht nun wieder die realistische Chance einer Regierungsbeteiligung. Mit 14,6 Prozent der Stimmen (2005: 9,8) erreichten die Liberalen ihr Bestes je erzieltes Ergebnis.

SPD: Entsetzen über Wahlergebnis

Bei der SPD herrscht Entsetzen: Mit nur 23,0 Prozent der Stimmen erreichte sie das schlechteste Ergebnis seit 1949 und hat im Vergleich zu 2005 11,2 ihrer Stimmen verloren. Der SPD-Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier sagte, dass "wir in unserer Rolle in der Opposition sehr stark darauf achten werden, was Union und FDP machen". Er kündigte eine kämpferische Opposition an, der er als Oppositionsführer vorstehen will.

CSU: Schlechtestes Ergebnis seit 1949

Abgestraft wurde auch die CSU in Bayern: Sie erreichte nur 41,9 Prozent der Stimmen - das schlechteste Ergebnis einer Bundestagswahl seit 1949. Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte eine Analyse der Gründe des schlechten Wahlausgangs für die kommenden Wochen an.

Nicht im Bundestag ist den Hochrechnungen zufolge die Piratenpartei, die mit 1,8 Prozent jedoch einen Achtungserfolg erzielte.

Bundestag: Union stärkste Kraft

Im Bundestag wird die Union stärkste Kraft. Die vorläufige Sitzverteilung sieht folgendermaßen aus:

  • Union: 241 Sitze
  • SPD: 147 Sitze
  • FDP: 93 Sitze
  • Die Linke: 76 Sitze
  • Bündnins 90/Die Grünen: 68 Sitze (pd)

 

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