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Umwelt

Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft und Umwelt

von , am
20.11.2009

Frankfurt am Main - "Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft und Umwelt - vermeidbar, tolerierbar, unausweichlich?" lautet das Thema eines Kolloquiums, das die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft am 3. Dezember in Berlin veranstaltet.

© Vadim-Blagodarnyi/Fotolia

Landwirtschaft steht weltweit vor der Herausforderung, Nahrungs- und Rohstoffmärkte zu bedienen, natürliche Ressourcen zu schonen und gleichzeitig soziale und kulturelle Belange zu erfüllen. Diese Ziele können gelegentlich in Konkurrenz zueinander stehen, was verschiedene Fragestellungen aufwirft: Wie groß sind diese Zielkonflikte, wo können sie zum Beispiel durch eine Anpassung der Produktionsverfahren ausgeglichen werden? Bis zu welchem Grad sind sie unproblematisch und können hingenommen werden? Wo sind Zielkonflikte derzeit unausweichlich?

Antworten auf diese und andere Fragen sollen im Rahmen des traditionellen Kolloquiums der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) am 3. Dezember 2009 in Berlin gegeben werden. Es steht unter dem Thema "Zielkonflikte zwischen Landwirtschaft und Umwelt - vermeidbar, tolerierbar, unausweichlich?". Nach der Begrüßung durch DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer wird Prof. Dr. Stefan Tangermann von der Universität Göttingen aufzeigen, wie sich die Landwirtschaft und deren Rahmenbedingungen aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Jahren entwickeln werden.

Zukunftsfähige Betriebssteuerung

Auf die Forderungen von Gesellschaft und Naturschutz an die Landwirtschaft, zum Beispiel in Richtung Klima-, Arten- und Gewässerschutz, wird Dr. Rainer Oppermann vom Institut für Agrarökologie und Biodiversität aus Mannheim eingehen. Prof. Dr. Olaf Christen von der Universität Halle-Wittenberg widmet sich in einem weiteren Beitrag der zukunftsfähigen Betriebssteuerung durch Nachhaltigkeitsindikatoren und Managementsysteme. Von besonderem Interesse sind zudem die Erfahrungen der Landwirtschaft mit Zielkonflikten und Ansatzpunkten für ihre Vermeidung. Hierzu nehmen Hans Jörg Damm von der Stiftung Fürst Liechtenstein in Wilfersdorf (Österreich), Bernadette Lex aus Bockhorn (Oberbayern) und Lorenz von Schintling-Horny aus Liebenburg (Niedersachsen) Stellung.

Rolle der Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

Deutschland hat mit scharf formulierten Zielen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes Vorreiterfunktion im Klimaschutz aller Industrienationen eingenommen. Wie der Beitrag der Landwirtschaft zur Erreichung der Klimaziele auf dem Weg in die ökologische Industriegesellschaft aussehen könnte, wird zentraler Inhalt der After Dinner Speech von Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes aus Dessau, sein. Das DLG-Kolloquium findet im Tagungszentrum Katholische Akademie, Hannoversche Str. 5b, in 10115 Berlin statt und beginnt um 12.00 Uhr. (pd)

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