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Wirtschaft

Zuckereinfuhren laufen auf Sparflamme weiter

AgE
am
20.09.2011

Brüssel - Zu Beginn der heimischen Zuckerrübenkampagne 2011/12 hat die Europäische Union die Zufuhr von Drittlandszucker gedrosselt.

Beim zuständigen Verwaltungsausschuss in Brüssel wurde nur ein Bruchteil der abgegeben Gebote über Importlizenzen akzeptiert. Die EU-Kommission gab nach grünem Licht durch die Mitgliedstaaten den Zuschlag für 7.500 Tonnen Weißzucker zu einem Mindestzollsatz von 275,10 Euro. Nachfrage hatte jedoch nach Lizenzen für fast 102.000 Tonnen bestanden. Vollständig abgelehnt wurden Anfragen für den Import von Zuckerrohr zur Rafnation - zusammen 238.000 Tonnen.
 
Dagegen erhielten knapp 1.200 Tonnen Rohrohrzucker zur Weiterverarbeitung freie Fahrt in die Gemeinschaft, und zwar zu einem Mindestzoll von 208 Euro je Tonne. Damit erhöhten sich die unter diesem Ausschreibungsverfahren insgesamt akzeptierten Lizenzmengen auf 280.500 Tonnen für die Rafnation bestimmten Rohrohrzucker, 3.800 Tonnen anderen Rohrohrzucker, 52.700 Tonnen Weißzucker und 20 Tonnen sonstigen Zucker.

Versorgungsengpässe beim Zucker

DieKommission plant für die letzte Septemberwoche noch eine weitere, abschließende Runde. Die Importe addieren sich zu einer Menge von eine Million Tonnen Zucker, die seit März zusätzlich dem Binnenmarkt zur Verfügung stand, wobei jeweils die Hälfte davon auf vorhandene EU-Bestände von Nicht-Quotenzucker sowie zollfreie Importe aus Drittländern entel. Derweil klagt die Ernährungswirtschaft noch immer über Versorgungsschwierigkeiten.
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