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Zugunfall

Zug erfasst Rinderherde - vier Tiere sterben

Zug nach Zusammenstoß mit Rinderherde
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Julia Eder, agrarheute
am
02.09.2016

Zwischen Husum und Westerland erfasste ein Zug trotz unmittelbarer Gefahrenbremsung eine Rinderherde. Personen wurden nicht verletzt.

Am Mittwoch kam es auf der Bahnstrecke von Husum nach Westerland zu einem Zusammenprall zwischen einem Triebwagen des Sylt Shuttle Plus und einer Rinderherde, wie die Bundespolizeiinspektion Flensburg berichtet. Gegen 04:37 Uhr bemerkte der Lokführer auf dem Weg von Niebüll nach Bredstedt eine Rinderherde direkt im Gleisbereich. Obwohl er sofort eine Gefahrenbremsung einleitete, erfasste der Zug vier Tiere. Alle vier verendeten sofort. Reisende befanden sich nicht im Zug.

Ursache ungeklärt

Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten wurde die Bahnstrecke rund viereinhalb Stunden gesperrt. Da der Triebwagen nicht mehr aus eigener Kraft weiterfahren konnte, musste er von einer Hilfslokomotive nach Niebüll geschleppt werden. Der verantwortliche Tierhalter konnte zwischenzeitlich festgestellt werden. Aus welchem Grund die Tiere auf die Bahnstrecke gelangen konnten, bleibt Gegenstand weiterer Ermittlungen durch die Bundespolizei.

Vor- und Nachteile von Weidehaltung

Erst im Juni trat das Land Schleswig-Holstein der Weidelandcharta bei. „Weidehaltung ist gleich dreifach sinnvoll: Sie dient dem Tierwohl, hilft, Grünland zu erhalten und dem Rückgang der Artenvielfalt entgegenzuwirken und kann für Landwirte ein Standbein bei der Vermarktung sein", begründete Landwirtschafts- und Umweltminister Robert Habeck. Die Details zur Förderung der Weidehaltung in Schleswig-Holstein lesen Sie im dazu veröffentlichten Pressetext.

Doch es gibt auch Nachteile der Weidehaltung, wie das dlz agrarmagazin zusammenfasst. Unter anderem: Herdenbeobachtung ist auf der Weide deutlich schwieriger als im Stall.

6 Tipps zur effektiven Weidehaltung: Das können Sie tun

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