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Dorf und Familie

Zugeparkte Wiesen, Melde im Ökolandbau und aktuelle Strohpreise

Externer Autor ,
am
27.07.2012

Was tun wenn immer wieder auf den Wiesen geparkt wird? Wie wird man im Biolandbau der Melde Herr? Und wieviel kann man man für Stroh verlangen?

Aktueller Strohpreis
 
youngfarmer88 fragte: "Da bei uns hoffentlich demnächst die Weizenernte ansteht wollte ich mal fragen was ihr so meint. Bis jetzt haben wir immer das Stroh ab Feld verkauft, der Käufer hat also selber gepresst, wir hatten daher keine Arbeit mit dem Stroh, allerdings haben wir auch nicht viel verlangt. Bin jetzt am überlegen das Stroh für nen realistischen Preis zu verkaufen. Als Anhaltspunkt habe ich mal diese Seite angeschaut: proplanta.de  Haltet ihr die Preise für realistisch bzw. was kann man für das Stroh verlangen wenns noch im Schwad liegt?" Darky meint dazu: "Tu deinem Boden was gutes ..... und arbeite das Material flach ein..."  Toystrory88 antwortet aber: "Für diesen Preis braucht man normal nicht überlegen ob man es einarbeitet. Da freut sich der Rinderhalter, Diese Preise werden bei uns, bzw. von mir auch bezahlt. Je nach Qualität 10-14 €/dt" Badfarmer bestätigt beide: "Bei uns in Oberbayern Bio Stroh AB 15€ pro dt. Hab aber auch scho von konventioneller Ware mit 15€ pro dt gehört. Aber im Grunde hat Darky recht! Der Wert is bei 15€ noch ned bezahlt! Glaubt blos keiner" 
 
 

Parken auf fremden Wiesen!

Westerngirl94 schildert folgenden Fall: "Fall: Landwirt X besitzt eine Wiese in der Nähe eines Öffentlichen Badesees, eine geteerte Zufahr ist neben der eigenen Wiese. Bei der Zufahrt zum See ist eine automatsche Schranke befestigt, die ca 10 m weit weg ist von Anfang der Zufahrt, anschließend ist der Parkplatz, der mit genügend Parkmöglichkeiten ausgestattet ist. Das Parken kostet ca 2,00 € pro Tag. Die Schranke ist von ca. 22 Uhr bis morgens um ca 9 Uhr offen, man kann kostenfrei Parken. Aber das Problem ist, dass nicht viele Leute, es nicht einsehen was zu bezahlen, darum Parken sie dem Landwirt X ein kleiner Teil der Wiese zu. Der Landwirt ärgert sich im Sommer, wenn er anfängt zu mähen, umschlagen, zusammen tun und auch beim Pressen, weil das ist die einfachste Zufahrt zur Wiese ist, denn sie liegt direkt an einer Straße. Die Leute motzen einen an, wenn man sie anspricht und höflich bittet das sie doch die Parkmöglichkeit am See nutzen sollen. Der Landwirt hat schon mehrmals das Ordnungsamt und die Polizei gebeten Strafzettel aus zu Teilen, aber das ist wohl eine Arbeit, wenn man aus der Stadt rausfahren muss aufs ca. 5 km entfernte Dorf. Was würdet Ihr tun?" Kette meint: "Schilder aufstellen, wo das abschleppen für Falschparken angedroht wird...und einen guten Draht zum örtlichen Abschlepper aufbauen, vielleicht ist eine Provision drin" und Darky ergänzt: "jo oder geeignete abgrenzungen aufstellen...können auch zugewachsen sein hehehe" 309ci-chrasher schreibt: "Stromlitze mit ordentlich Dampf drauf, aber Schilder mit der entsprechenden Warnung nicht vergessen. Vorteil, man kann so einen Zaun schnell auf und abbauen." Hirschtreiber ist der selben Meinung: "Dieses Problem haben fast alle die Wiesen an Badeseen haben. Ich würd es mal mit einem Weidezaun probieren und wenn das nichts hilft hab ich sehr gute Erfahrungen mit den schon weiter vorne beschriebenen Felsen/Findlingen gemacht. An der Einfahrt eine Betonplatte mit 25cm Höhe, die man mit dem Traktor mittig nehmen kann. Dann ist in der Regel Ruhe."
Alle Beiträge hier:          http://agrarheute.landlive.de/boards/thread/44109/page/1/

Bekämpfung von Melde im Ökolandbau

Wie bekämpft ihr das Problemunkraut Melde? das fragt TranceMagier und schreibt weiter:" Ich frage aus dem Grund weil wie hier einen Biolandwirt haben der hat auf seinen Bio-Soja Schlägen eine sehr starke Verunkrautung mit der Ackermelde. Wie werdet ihr Herr über dieses Unkraut? Er schickt jetzt seine Saisonkräfte durch um die Melde herauszureißen aber das dauert einfach zu lange.  Ich frage jetzt einfach mal in die Runde weil ich mich mit der biologischen Landwirtschaft noch nicht so beschäftigt habe und vielleicht sind hier Experten die auch ein Meldeproblem hatten und es nun im Griff haben." Darky antwortet: "Soja sollte normal gehackt werden.....dann ist das Problem nicht da...." Und Alphaab schreibt: "Melde (vermutlich meinst Du weißen Gänsefuß) ist nicht generel ein Problem im Ökoanbau. Er/Sie ist vielmehr ein Klassisches Begleitkraut in Sommerungen. Im Wintergetreide z.B. hat sie keine Bedeutung. Gern wächst sie in Hackfrüchten, wie Mais, Rüben(auch konventionelle), Kartoffeln, Erbsen Soja und und und, weil die ihr lange viel Platz lassen und sie oftmals auch erst spät keimt, weshalb man sie nicht mehr gut bekämpfen kann (Striegel, Hacke, Häufler..).  Was da hilft.. Nicht zu viele Sommerungen anbauen, konkurenzstarke Sorten anbauen (Bestandesdichte, Wuchshöhe, Beschattung, Standfestigkeit...) und eben die gängige Krautbekämpfung zum rechten Zeitpunkt. Soja ist sehr konkurenzschwach, kann aber angeblich gut gestriegelt und gehackt werden, evtl. ist auch ein leichtes Anhäufeln möglich. Deinem Kollegen ist sicher auch das Wetter dazwischen gekommen, bei dem Dauerregen wächst s ja schöner, man kann aber nicht Striegeln oder Hacken. Man braucht sie aber nicht generell heraus zu reißen - meine ich." Und DWEWT bringt noch einen anderen Aspekt in die Diskussion: "zu erwähnen wäre noch, dass eine Gänsefußpflanze einige zehntausend Samen hervorbringt, die dazu noch sehr lange keimfähig bleiben. In einer Grabstätte aus der Zeit Karls des Grossen, fand man zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch keimfähige Samen. Es reicht auch nicht aus, die Pflanzen herauszureissen. Sie müssen vom Acker abtransportiert und möglichst verbrannt werden. Für die Zukunft wäre eine ausgeglichene Fruchtfolge angeraten. Alles andere ist schon geschrieben worden."

Die gesamte Mannschaft versorgen!?

Im Channel Landfrauen schildert smokey_ashley folgenden Sachverhalt: "Mein Freund wohnt 331km von mir entfernt und schmeißt mit seinem Bruder zusammen einen Milchviehbetrieb. Im August bin ich 4 Wochen bei ihm (quasi "Probewohnen") und im Oktober ist geplant zusammen zu ziehen *freu* Wenn es bei den Jungs aufm Hof ans Gras schneiden bzw Silo fahren geht ist die Hütte immer voll mit Helfern und dem Rest der Familie. Meist sind das so 10 Leute. Die wollen natürlich Mittags was anständiges zu essen haben wink ...und genau da liegt so ein wenig mein "Problemchen". Mir fehlen wirklich die Ideen für was leckeres was nicht sooo den Aufwand macht und trotzdem auch gut für so viele Leute zu machen ist. Kartoffelgratin ist wohl immer sehr beliebt, dann hab ich noch an Frikadellen gedacht (mit Kartoffeln und frischem Gemüse) habt ihr noch Ideen?? Will ja vor der zukünftigen Schwiegermama ein bissl glänzen" Hubraum ist der festen Meinung: "Auf jedenfall Fleischsmile Von Gemüse essen hören die Hoden auf zu wachsen, hat Detlef gesagt. Und kein Gulasch oder Schweinebraten oder so, weil das hat man als Fahrer beim Lohner in der Saison doch recht häufig.." Und Seppel2 empfiehlt: "die haben Hunger und wollen kein chichi. Tomaten-Hackfleischsoße und Nudeln, Rührei mit Schinken und Bratkartoffeln, Fleischkäse mit Ei und Bratkartoffeln, Hähncheneintopf, Hähnchen anbraten, Gemüse Tomaten, Paprika dazu und Kartoffeln, Salat und Nachtisch kommt auch gut. Viel Spaß beim erkochen Deiner Rangstellung und lass Dir was einfallen." Und Freisinger schreibt: "Wurstsemmeln und "warme Leberkaassemmeln"gibts überall.....sind nicht soooooo gern gesehen/gegessen. Wenn wir Fahrer da haben, gibts halt Schnitzel/Pommes, Fleischpflanzl/Kartoffelsalat, gegrillte Gickerl/Pommes (Gickerl aus eigener Mast) .müssen ja keine raffinierten Menüs sein aber von der Riesenschüssel gem. Salat bleibt nie was übrig."

Mit was Ackergras walzen?

Michl34 ist verunsichert: "Ich habe die letzten Jahre mein Ackergras und meine Wiesenansaaten immer mit einer 8m breiten Cambridgewalze gewalzt, ging schnell und die Qualität passte.
Jetzt war ich vor ein paar Wochen auf einem Vortrag und da sagte ein Referent, man solle das Ackergras mit der Wiesenwalze walzen. Die Cambridge würde den flach abgelegten Grassamen zu tief ins Saatbett drücken. Was haltet ihr davon ich denke der nächste stärkere Regen spült mir doch die ganze Fläche runter. Und zudem nehme ich dem Saamen auch die ganze Luft im Saathorizont, oder?" Notill antwortet: "Ich sehe das genauso. Aus sicht des Samens an sich wäre die Wiesenwalze evtl. besser, aber als Landwirt muß man den Boden auch im Auge behalten... am Hang hat die Wiesenwalze eh nix verloren! Ein guter Boden macht guten Ertrag, mit der Wiesenwalze kannst du durchaus auch verschlämmungen provozieren, die dann den Graskeimling ersticken lassen." TranceMagier ist der selben Meinung: "m Prinzip hast du dir die Antwort ja schon gegeben. Ich meine wenn du dir selber sagst ich mache das so, die Qualität passt und auch das andere dann würde ich einfach sagen mach weiter so." und auch Badfarmer sieht es ähnlich: "Wir walzen unsere Ansaaten auch nur noch mit ner 6m Cambridge. Mit der Wiesenwalze hatten wir schon des öfteren Probleme mit Verschlämmungen und Pfützen im Acker. Seit der Cambridge is der Boden so schön aufnahmefähig das dies nicht mehr passiert is. und außerdem war unsere wiesenwalze nur knappe 2m breit. Deswegen hab ich auch nur noch ein drittel der fahrspuren was ich vorher hatte"

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